>. Die Genealogie des Geschlechts
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weiten, liebreichen, christlichen Herzen geeignet wie kein anderer, die mitdem Krieg verbundenen Härten zu mildern, sowie die Wunden zu verbindenund nach Möglichkeit zu heilen. Das in Straßburg verbrachte Jahrzehrte an seinem Lebensmark, denn die Verantwortung war bergeschwer.Am Ende 1871 mußte er krankheitshalber seinen Abschied nehmen.Als Generaladjutant Sr. Majestät Kaiser Wilhelms I. wurde er21 . November 1871 zur Disposition gestellt. Nach Wiederherstellungseiner Gesundheit zog er sich nach dem Tode seines Vaters nach Karls-burg zurück, um dasselbe auf längere Zeit nicht wieder zu verlassen.1873 erhielt er den Charakter als General der Kavallerie. — In ihmwar ein ausgesprochen christlicher Charakter zu erkennen, der tief ge-gründet im kindlichen Glauben in werktätiger Liebesarbeit auf den ver-schiedensten Gebieten seine Freude fand und seine Pflicht suchte. Einentiefen Eindruck hat auf ihn ein Ereignis während seines BonnerAufenthaltes gemacht. Am Nachmittag des 12 . Juli 1847 war ermit dem Prinzen Friedrich Karl in einen am Rhein gelegenen Gartengetreten, wo eine musikalische Unterhaltung stattfand. Plötzlich wurdedas Konzert durch einen aus der Mitte des Stromes an das Ohrder Lustwandelnden dringenden grellen Hilferuf unterbrochen, der dieMusik verstummen ließ und alles an die Terrasse des Stromestrieb. Auch er mit dem Prinzen sprang die Terrasse herab. Eineauf den Wogen treibende Mütze und eine dann und wann heraus-ragende Hand ließen erkennen, was geschehen war. Ohne Zaudernwarf Gr. Friedrich den Rock ab und sprang in den Strom. Indemselben Augenblick auch der Prinz. Dem ersteren gelang es, denErtrinkenden zu fassen und über Wasser zu halten, bis ein Nachenherbeieilte, wobei der Prinz hilfreiche Hand leistete. „Der Gerettete,ein elfjähriger Knabe, Sohn des Weinhändlers Nettekoven, fand amUfer bald die Besinnung wieder und eilte nach Hause, ebenso wiedie Retter, denen ja Gott sei Dank das Bad bis jetzt in keinerWeise geschadet hat" — wie Rvon, der spätere Kriegsminister, andie Mutter des Prinzen schrieb —. Beide Retter erhielten für dieseheldenmütige Tat die Rettungsmedaille am Bande. Graf Frie-drich war auch Ehrenkommendatvr des Johanniterordens. Erruht neben seiner Gemahlin in der Familiengruft zu Steinfurt.