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Das Geschlecht von Bismarck
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Iw. Gc,. Schmidt, Das Geschlecht von Bismarck

1608—1613 unternahm er mit seinen zwei Brüdern Heinrich undJod st eine große Kavaliersreise in fremde Lande: nach Paris, durchdie Pikardie, Artois, Flandern, Brabant nach Holland, wo sie denSommer verbrachten, weil aber Heinrich die Luft nicht recht vertragenkonnte, zogen sie um Martini nach Westfriesland, wo sie den Winterverlebten. 1610 reifte er mit seinem Bruder Jobst nach Gröningen,wo sich dieser dem Rittmeister Rippoda unterstellte und des GrafenLudwig von Nassau Reitschule gebrauchte. 1611 wandte er sich nachItalien, von da nach England, dann nach Paris, Lyon, Marseille, Genf,Padua, Rom, Neapel, Siena, der Lombardei und wieder nach Padua.Während dieser Zeit studierte er 1612 zu Orleans. — (4. Dezember 1874berichtete der Bischof Dupanloup von Orleans in der französischenNationalversammlung, daß er selbst in den Archiven von Orleans diedeutschen Studenten, welche dort die Rechtswissenschaften studierten,gezählt habe. Ihre Namen finden sich sämtlich auch in den Annalenvon Orleans verzeichnet. Ihre Zahl betrug 13 353. Unter ihnen hatteChristoph als Quästor der outio g'srm union mit den Normanneneinen in den Annalen der dortigen Universität berühmten Streit durchseine Behauptung, daß die Söhne Dänemarks trotz des gemeinsamenUrsprunges nicht der normannischen, sondern der germanischen Nationangehörten. Der Streit erinnert an die Fuchskeilerei der heutigen studen-tischen Korporationen.) — Nach seiner Rückkehr schlug Christoph seineHaushaltung zu Briest auf und nahm seine Mutter zu sich. — 18. Juli1633 wurde er als Ältester vom Geschlecht vom Herzog von Anhalt mitacht Hufen im Amte Kalbe, welche er zu Afterlehen an die Blessen inMagdeburg gab, belehnt und 23. Januar 1650 empfing er mit LudolfeA u g u st und Valentin Busso, auch mit Levin die Belehnung

1. mit Beiendorf, Bleest, Mixdorf, einer Holzstätte Lütken-Viere, derDolle, einer Breite — „das Finkenland gehört den v. Jagow" — zuLotkau 15 Schillingen, zu Kastel einem Mispel Roggen, welchen diev. d. Schulenburg durch einen Wechsel von Heinrich und Friedrich,Jobst und Georg, Brüder und Vettern, an sich gebracht haben;

2. mit neun Höfen zu Wolmirstedt vor dem Klosterhof gelegen,allerlei Renten zu Schartau über der Elbe, zu Retzel, zu Lestau überBurg, auf dem Felde zu Lüdersdorf, zu Jckendorf und Niendorf