4. Die Genealogie des Geschlechts
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1. Mai 1534 war er bereits mündig; er empfing nach den: Todevon Nikolaus IV. und nach seines Vaters Tode mit seinen zweiunmündigen Brüdern die Belehnung mit den von den Verstorbenenhinterlassenen Gütern. 28. Oktober 1539 verkauft er mit seinen zweiBrüdern unter Zustimmung seiner Vettern Heinrich und Friedrich(Nr. 54, 56), Gebrüdern, der Marienkirche zu Stendal, um ihrer an-liegenden Not willen für 200 Gulden Renten aus Arensberg und Klein-Schwarzlosen, wozu der Kurfürst 6. November 1539 seine Genehmigungerteilt. 25. Juni 1539 befragt er sich, ob ihm die Früchte zustehen,welche beim Tode der Witwe Pantaleons (Nr. 41) auf demFelde zu Burgstall anzutreffen sind. 1547 hat er mit seinem BruderGeorg auf der Feldmark Briest ein Vorwerk errichtet, dessentwegener mit dem Kurprinzen Johann Georg in einen langwierigen Streitgerät. 1549 wurde er mit seinen Brüdern als Gesamthändern belehntmit Besitzungen zu Beiendorf, Bleest, Wolmirstedt usw. 1550 zog ermit seinen zwei Brüdern und 16 Pferden, von welchen acht ihm ge-hörten, in der Lehensfolge des Kurfürsten Joachim 41. gegen Magde-burg, welches vom Kaiser wegen Nichtannahme des MagdeburgerInterims in die Acht erklärt, vom Herzog Moritz von Sachsen inkaiserlichem Auftrag belagert wurde. Die Belagerten überfielen 19. De-zember 1550 in der Nacht das Lager zu Ottersleben, zündeten dasDorf an und nahmen 125 Edelleute gefangen. Auch die drei Gebrüderbefanden sich im Lager, ohne das Schicksal ihrer Genossen zu teilen.
Nachdem er 16. Dezember 1562 gewaltsam vom Kurprinzen mitseinein Bruder zur Abtretung von der ihnen zustehenden Hälfte vonBurgstall gedrängt worden war — nach der unbeglaubigten Über-lieferung wurden die zwei Gebrüder gefangen gesetzt und, nachdem manihnen Heringslake zu trinken gegeben hatte, durch den Durst gezwungen,in die Permutation zu willigen —, verlangte der rücksichtslose neueBesitzer von Burgstall eine schleunigste Räumung des Schlosses unddes abgetretenen Territoriums. Denn wegen der bevorstehenden Setz-zeit sollten die Heiden mit der Schafhütung verschont, die Schäfereiabgebrochen und die Hunde aus der Nähe der Wildbahn entferntwerden. Der Umzug der Brüder mit ihren Ehefrauen und ihrer altenMutter erfolgte im beginnenden Frühjahr, wo die Elbe durch Zufluß der