3. Das Wappen des Geschlechts
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Jung Gertrud sein Begehr!
Jung Gertrud lehnte höflichDie hohe Ehre ab;
Der Fürst erzürnet höchlich,
Er Hub den güldnen Stab,
Er winkte seinen KnechtenUnd rief, von Zorn entbrannt:
„Ich will das Kleeblatt brechenMit meiner eignen Hand!
Ja, wär's noch eine Nessel,
Gäb's doch ein kleines Weh,
Doch lustig ist's zu brechen,
Grün oder gold den Klee!"
Und noch am selbgen TageDa stürmt mit reisgem TroßDer Fürst vom WendenstammeJung Gertruds festes Schloß.
Der Burgvogt, überfallen,
Fiel fechtend in dem Troß,
Und über Wall und GrabenDer Wende drang ins Schloß.
Des leichten Siegs frohlockend,
Der Fürst schaut freudig dreinUnd trat mit stolzem WorteIn Gertruds Kämmerlein:
„Ich komme, dich zu brechen,
Du güldner Herzensklee,
Du brennst ja nicht wie Nesseln,
Das Kleeblatt tut nicht weh!"
Drauf tat er sie umarmen,
Wie brünstge Liebe tut.
Doch plötzlich schrie er: „Gnade!"
Und sank ins heiße Blut.
Jung Gertrud wunderprächtigSchwang über ihn den Stahl,
Den Dolch stieß sie ihm kräftigIns Herz zum andernmalUnd rief: „Da sind die Nesseln,
Die Nesseln brennen, Weh!
Wer hat noch Lust zu brechenDer Bismarck güldnen Klee?"
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