16 Di-, Gg. Schmidt, Das Geschlecht von Bismarck
brog-Ordens und wurde nach altem Brauch au gefordert, sein Wappenmit einem Wahlspruch einzusenden, um es im Waldschloß zu Christians-borg anzubringen. Aus dieser Veranlassung wählte der damalige Ottov. Bismarck-Schönhausen den doppelsinnigen Wahlspruch: „In trinitatarobur", denn die auf den ältesten Siegeln aus den Winkeln des Klee-blattes herauswachsenden Blätter tragen die Gestalt der guorerm robur;andererseits pflegt man zu übersetzen: „In der Dreieinigkeit liegt meineKraft". Dieser Wappenspruch ist später in das gräfliche und dannin das fürstliche Wappen übergegangen.
Der Wappenspruch ist wie das Wappen selbst erblich. Trotzdemführte Graf Herbert, bis er nach dem Tode seines Vaters dasfürstliche Wappen annahm, ganz willkürlich seinen besonderen Wahl-spruch: „nroeo" (Oäi prokanum vulssus et areeo—„Ich hasse dieKanaille und halt sie mir vom Balge").
Wappensage')
Das Blatt, das grün und kräftigDes Wandrers Blick entzückt,
In purem Golde prächtig
Den Schild der Bismarck schmückt;
Das Kleeblatt gülden leuchtendDas ist im blauen FeldVon Nesselblättern dräuendGar scharf und blank umstellt.
Es war vor alten ZeitenEin Fräulein wonnesam,
Durch das der Nessel ZeichenIns Schild der Bismarck kam.
Um Fräulein Gertrud warbenViel Edle kampferprobt,
Die auf Geheiß des VatersDem Vetter war verlobt.
Da kam ein Fürst der WendenHerab vom nordschen Meer,
Er kani mit hundert Pferden —
i) Wappensagen von George Hesekiel, Halte bei Strien.