3. Das Wappen des Geschlechts
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gekrönte Helm zwei nach außen gebogene Hörner trägt. Diese ab-weichende Darstellung ist auf Unkenntnis des Bildhauers zurück-zuführen.
Die Voßbergsche Sammlung im Geheimen Staatsarchiv zu Berlinhat das Siegel eines Johannes Bismarck, welcher auch16. Juni 1402 als Bikar der Kirche St. Nikolai zu Stendal genanntwird, an einer Urkunde von 1419 zur Kenntnis gebracht, mit einemwilden Mann als Wappenbild. Derselbe fuhrt in der rechten Handeinen oben mit einem Kreuz versehenen Baumstamm, dessen vier sonstblattlose Äste je in einem Kleeblatt auszulaufen scheinen. War dieserVikar an St. Nikolai identisch mit Johann III., dem Sohne vonKlaus I., welcher schon 1369 eine Pfründe und die Priesterweiheerlangte, so ist die Abweichung von dem Wappen seines Vaters undseiner Brüder, ja von seinem eigenen 1365 geführten Wappenbild ganzunverständlich.
Das seit 1641 von der ganzen Familie geführte Wappen wirddurch ein goldenes Kleeblatt gebildet, aus dessen Winkeln drei weißeBlätter (gueroas robur) herauswachsen, in blauem Felde. Auf demgekrönten Helm befinden sich zwei überzwerch blau und weiß geteilteBüffelhörner, welche als Elefantenrüssel erscheinen, zwischen ihnen frei-schwebend — den Gesetzen der Heraldik widersprechend — eine goldeneKrone, welche auf dem Siegel des Friedrich Permutator (Nr. 56)1574 fehlt, während das Siegel desHeinrich Christian (Nr. 211)1760 zwischen den Hörnern das Wappenbild zeigt. Die Helmdeckensind blau und weiß. — August II. (Nr. 134), der Erbauer desSchlosses zu Schönhausen, beschreibt wohl zur Anfertigung einer Zeich-nung 28. November 1727 das Wappen: „Der Schild blümerant, dasKleeblatt golden, die drei Eichblätter silbern. Die Ornamente unterdem Helm und neben dem Schild herum blümerant und silbermeliert.Helm golden, wie auch die Krone auf dem Helm und die Krone obenzwischen den Hörnern. Das eine Horn zur Linken oben bis auf dieHälfte blümerant, unten die andere Hälfte silbern. Das andere Büffel-horn oben die Hälfte silbern, unten blümerant."
Bei jeder Standeserhöhung erfolgt zumeist eine Wappenvermehrung.So geschah es 17. Februar 1818 und 13. September (12. Oktober) 1831