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Das Geschlecht von Bismarck
Entstehung
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1. Der Ursprung des Geschlechts

sondern auch für seine Brüder Johann und Christian(Nr. 11, 12) erfolgte. Riedel gesteht zu, daß die Belehnung einesMannes bürgerlicher Herkunft mit einem für die Landesvertretung soüberaus wichtigen Schlosse einzig in der Geschichte dastehe. Ein Schloß,dessen Besitz kriegerische Einsicht und Tätigkeit und schwere Ver-pflichtungen für die Besitzer mit sich brachte, ohne daß die militärischeBestimmung desselben aufhörte, konnte unmöglich einem Manne desBürgerstandes und seiner Familie für gegenwärtige und künftige Zeitenerblich zu Lehen gegeben werden. Dazu kommt, daß diese Belehnungnicht als ein ganz besonderes Ereignis, sondern als eine gewöhnlicheTatsache behandelt wird. Eine Standeserhöhung pflegt sich nur auf eineneinzelnen zu erstrecken; hier erfolgt sie für die Fainilie. Dazu kommt weiter,daß die Brüder diese Standeserhöhung als für ihre Person völlig be-deutungslos ignorieren; ja, selbst Klaus blieb mindestens noch achtJahre Bürger der Stadt, denn noch am 14 . Mai 1353 wird er alssolcher bezeichnet. Die Belehnung war eben nicht eine Standeserhöhung,sondern ein Rücktritt in den alten Militärstand seines Geschlechts,welches trotz des Wohnens in der Stadt, trotz der Beteiligung an derGilde der Großbürger und des Eintrittes in das Stadtregiment, dessenEhrenämter nur Großbürger, zumeist aus den alten Geschlechtern, be-kleideten, seinen rittermäßigen Rang nicht verloren hatte. Mag immer-hin Michael Braun mit seiner Behauptung recht haben, daß derstädtische Adel, weil er Steuern bezahlen mußte, für etwas niedrigerals der Landadel gehalten worden sein soll.

Als Parallele zieht Götze die v. Köckte in Tangermünde heran,in denen Riedel eine reiche Bürgerfamilie erblickt, während aus ihrenEhebündnissen und dergleichen mehr ihre Zugehörigkeit zu einem adligenGeschlecht sich ergibt.

Markgraf Ludwig bezeichnet den Klaus am 19 . Januar 1352als Freund von Werner, Heinrich und Henning v. d. Schulenburg, so-wie von Günther und Günzelin v. Bartensleben, den Vertretern dervornehmsten Familien des altmärkischen Adels, und nahm ihn unterseine Räte auf, wodurch dieser mit den Mitgliedern des altgesessenenAdels Schulenburg, Bartensleben, Alvensleben nicht nur zu gleichemRange, sondern auch in täglichen Verkehr kam, was bei einein domo