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2 (1792) [E - J]
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695
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nicht vorkommen. Man ist auf dieBetrachtung dieser letztern Art derIntervalle gekommen, da man dieverschiedenen Stufen, oder Schrittedes Tonsystems unter einander ver-glichen hat. So hat man in dem dia-tonischen System die Stufe L-v,welche einen großen Ton H aus-macht, mit der Stufe V-L, dieein kleiner Ton ^ ist, verglichen,und gefunden, daß dieser um ßHkleiner ist, als jener, und diesemUnterschied hat man den NamenComma gegeben. Auf eben dieseWeise hat man den großen Ton Hmit dem halben Ton ^ verglichen,und gefunden, daß jener umgroßer, als dieser fcy, und diesesIntervall, das auch eine Art deshalben Tones ausmacht, ein Lum-ina genannt. Die vornehmsten In-tervalle von dieser Art sind dasComma, die Diesis, das Dia-sichisma, und das Limma, derenUrsprung und Größe in andern Ar-tikeln angezeiget worden.*) Vondiesen Intervallen ist das gemeinediatonische Comma am vorzüg-lichsten zu merken, weil es eigent-lich das höchste erlaubte Maaß derAbweichung von der völligen Rcinig-keit ist.

Um dieses deutlich zu verstehen,hat man zu bemerken, daß bey demGesang L-v-L das Ohr zwischender erstem Stufe L - v und der an-dern l)-k, keinen merklichen Unter-schied empfindet, sondern sie- fürgleichgroß halt, obschon die crstcreeinen großen Ton H, und die andreeinen kleinen Ton -s? ausmacht, der,wie vorher angemerkt worden, umdas Comma tz? kleiner, als jener ist.Man hat auf der andern Seite gese-hen, daß bey dem Sprung einerOctave L- c der letztere Ton vollkom-men rein seyn müsse, und daß dem

*) S. Comma; Diesis: Enharmvnlsch;

Limma.

Ohr die geringste Erhöhung oderVertiefung der Octaven empfindlichund beschwerlich scy. Daraus hatman geschlossen, daß die Octavenothwcndig vollkommen rein seynmüsse, da hingegen die Secunde oh-ne Schaden um ein ganzes Commahöher oder tiefer seyn kann. Beyder O-uinte, welche nächst der Octa-ve die vollkommenste Consonanz ist,ist das Gehör weniger empfindlich,als bey der Octave, doch weit mehr,als bey der Terz. Aus diesen Be-obachtungen hat man denn denSchluß gemacht, daß dissonirendeIntervalle von ihrer Natur nichtsverlieren, wenn sie um ein Comma(«?) Zu hoch oder zu tief sind; daßaber die consonirenden um kein Com-ma zu hoch oder zu tief seyn dürfen,ohne etwas von ihrer Natur zu ver-lieren. Da die kleine Terz zunächstan die Sccundx gränzet, so kann siezur Roth noch ein Comma über sichvertragen; die große Terz aber ver-trägt dieses weniger; für die Quar-ten und Quinten aber wäre derMan-gel eines ganzen Comma schon zubeschwerlich. DiescAnmcrkungmußman bey der Temperatur des Sy-stems vor Augen haben, um nichtunbrauchbare Intervalle in das Sy-stem einzuführen. Es ist unnöthigüber die kleinem Intervalle, die kei-ne würklichcn Stufen in dem Systemausmachen, weitlauftiger zu seyn.

Wichtiger ist die Betrachtung derIntervalle, die als würkliche Stu-fen in dem Gesang vorkommen.Diese haben ihre Namen von derArt, wie die Töne in Noten gesetztwerden, bekommen; und um dieseNamen auf einmal zu fassen, darfman nur die Stufen des Notensy-stenis von unten auf mit Zahle» be-zeichnen, wie hier:

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