H H a e 457
H.
M
H.
(Musik.)
it diesem Buchstaben bezeich-net man die zwölfte oder ober-ste Sa>)te unserer heutigen diatonisch-chromatischen Tonleiter, deren Langevon der ganzen Lange der unter-sten Saytc L ist. In der altern dia-tonischen Leiter war sie die zweytcSayte, und wurde dcßwcgcn mitdem Buchstaben L bezeichnet. Wennman aber in der lydischcn Tonartsang, wo k' der erste Ton war, sowar dieses L, ob es gleich der vierteTon war, für die wahre Quarte desErundrones zu hoch, und mußte deß-wegen niedriger gesungen werden.Daherkam es, daß in dem Linicn-system, auf welches die Noten ge-schrieben wurden, auf die Linie, diemit IZ bezeichnet wurde, bald ein hö-herer, bald ein niedriger Ton, zustehen kam: beyde wurden mir IZ be-zeichnet; der höhere mit einem vier-ekigten kZ, woraus unser heutiges Hentstanden ist; der tiefere mit einemrunden IZ. Nachdem hat man demTon, der auf dieser Stufe durch daserstere kZ bezeichnet worden, den Buch-staben kl zugeeignet, und nur denliefern IZ gcncnnet. Da gegenwar-tig alle Linien und Intervalle desNotcnsysiems in dem Falle sind, daßdie darauf stehenden Noten um einenhalben Ton hoher oder tiefer seynkönnen, so ist aus jenem doppeltenL auch die heutige Gewohnheit ent-standen, die Erhöhung oder Vertie-fung der Töne mit dem Zeichenzschwel-ches vcrmuthlich ausH entstanden ist)und b anzuzeigen; das vierekigte L
aber, odcrh, wird itzt da gebraucht,wo man anzeigen will, daß der Ton,der durch b vertieft oder durch ^ er-höht worden, nun wieder um einenhalben Ton höher oder niedriger zunehmen sty.
In der altern blos diatonischenMu-sik, konnte derTon kl(dcrAlten ihr IZ)nicht zum Grundton, oder zur Tonicsgenommen werden, weil ihm ein wc-sentlichesJntcrvall, nämlich dicQuin-tc, fehlte. Denn der fünfte Ton davon,Ift macht nur cinJntervall von aus,welches dissonirt, und daher die fal-sche Quinte gcnennt wird. Nach un-srer itzigen Einrichtung aber kann kl.sowol in der großen, als kleinen Ton-art zur Tonics genommen werden,weil es seine Quinte kls hat.
Häßlich.
(Schöne Künste.)
Aas Gegentheil des Schönen; folg-lich die Unvollkommenheit, in so fernsie sinnlich erkennt wird. Wie dasSchöne Wolgefallcn und Lust es zugenießen crwckt, so würkt das Häß-liche Mißfallen und Ekel. Demnachhat es eine sinnliche znrüktreibcndeKraft: dcrowegcn gehört feine nähereBestimmung, und. die Vorschriftfür den Gebrauch oder Mißbrauchdesselben, zur Theorie der schönenKünste.
So wie der Ansdruk Schön, ur-sprünglich von den Formen gebraucht,hernach auf unkörperlicheDinge aus-gedehnt worden, so ist es auch mitdem Gcgcnthcil gegangen. DasHäßliche der Formen ist demnach dieVerwirrung, die Mißstimmung, das
F f 5 Uneben-