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2 (1792) [E - J]
Entstehung
Seite
677
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I n st

Inst

1778 und 1731. 8. - B. in Hexametern

(und nicht so ganz voll vom Tone undGrille Homers, wie so oft gesagt wordenist, und gerade für diejenigen, für wel-ch)? UeberseHungen gemacht werden, ent-stellt durch die Vevbchaltung der griechi-schen Nahmen der Götter, und die son-derbare und ungleiche Rechtschreibung,da, dem Griechischen zu Liebe, z, B.Priamos beibehalten, allein die armenPhr^zier, des Deutschen wegen, wie-der in Frugier verwandelt worden sind)Bon einem llngcn. Leipz. >781 - >787. 8.z Th. metrisch. Eine Travestirung desiten Ges. ist Leipz. 1787. «.'erschienen.

Die lateinischen Hebers, sind zumTbeil schon bei) dem Art. -Homer emgc«führt. Die elfteste derselben ist von tcvn-tiuS Pilatus, umS I. iz6o auf Verlan-gen des Boceaz gemacht, welcher (L--.ncai. Ocor. t.ib. XV. 6. 7.) crzllhft,daß vor der Türkischen Eroberung vonConstantinopcl vielleicht nicht ein einzige»griechisches Exemplar vom Homer in Eu-ropa gewesen. Besondere lateinische He-bers. in Versen haben, in ncuern Zeiten,noch herausgegeben, Raym. Cunichio,Rom 1776. 5. Wien 178-1. 8. Fre.Xav.Allegri, Bol. 1778. 8-

Zu den, bcy dem Art. Homer bereitsangeführten Schriften über die Jliade ge-hört noch cin Gesprstch über den politischenZweck derselben, vorgeblich aus dem Grie-chischen gezogen, vor der französischentlebers. von Lc Brun, und Deutsch in denPhilosophischen Aufs, von I. G. Müller,BreSl. 1789 8-

Instrumentalmusik.

Aie Musik, deren Gesang blos ausunartikulirten Tonen besteht, unddie keine Wörter braucht, um das,was sie ausdrükct, verständlich zumachen; sie wird dcßwegcn der Vo-calmusik entgegen gesetzt, welche ver-ständliche Worte singt. Die ganzeMusik gründet sich auf die Kraft,die schon in unartikulirten Tönenliegt, verschiedene Leidenschaften aus-

zudrükcn; H und wenn man nichtobnc Worte die Sprache der Empfin-dungen sprechen könnte, so würdegar keine Musik möglich styn. Esscheinet also, daß die Instrumental-musik bey dieser schönen Kunst dieHauptsache sey. Man kann in derThat bey Tänzen, bey festlichen Auf-zügen und kriegerischen Märschen,die Vocalmusik völlig missen, weil'die Instrumente ganz allein hinrei-chend sind, die bey solchen Gelegen-heiten nöthigen Empfindungen ztt cr-wcken und zu nähren. Aber wo dieGegenstände der Empfindung selbstmüssen geschildert, oder kennbar ge«macht werden, da hat Musik die Un-terstützung der Sprache nöthig. Wirkönnen sehr gerührt werden, wennwir in einer uns unverständlichenSprache, Töne der Traurigkeit, desSchmerzcns, oder des JammerS,vernehmen; wenn aber der Klagendezugleich verständlich spricht, wenner uns die Veranlassung und dienächsten Ursachen seiner Klage cnt-deket, und die bcsondcrn Umständeseines Leidens erkennen läßt, so wer-den wir weit starker gerührt. OhneTon und Klang, ohne Bewegungund Rhythmus, werden wir, wennwir die Klagen einer vor Liebe kran-ken Sappho lesen, von Mitleiden ge-rühret; aber wenn ticfgeholte Seuf-zet-, wenn Töne, die der verliebteSchmerz von der leidenden erpreßt,wenn eine schwärmerische Bewegungin der Folge der Töne, unser Ohrwürklich rühret, und die Nerven desKörpers in Bewegung setzet: so wirddie Empfindung ungleich starker.

Hieraus lernen wir mit völligerGewißheit, daß die Musik erst ihrevolle Würkung thut, wenn sie mitder Dichtkunst vereiniget ist, wennVocal- und Instrumentalmusik ver-bunden sind. Man kann sich hier-über auf das Gefühl aller Menschenll u z bera-

») S. Musik.