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2 (1792) [E - J]
Entstehung
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wirkliche Idiotismen einer ganz an-dern Gattung von Menschen sind.So ist es höchst unnatürlich, wennman Menschen, die nach ihremStand und nach ihrer Lebensartblos sinnliche Begriffe haben kön-nen, philosophische, oder aus derSprache einer verfeinerten Lebensartentlehnte Ausdrücke in den Mundlegt: wie wenn man einen Heldenaus den trojanischen Zeiten dasWort Tugend, in dem Verstand, inwelchem es unsre Moralisten neh-men, wollte brauchen lassen. Manhat um so viel mehr Ursache, denDichtern, die für die Schaubühnearbeiten, die genaueste Beobachtungdes Ausdruks und der Sprache, diejeder Classe der Menschen einiger-maßen idiomatisch ist, zu empfehlen,da auch die besten Dichter hierin viel-fältig fehlen. Man wird in den ge-lobtesten französischen Trauerspielendie Helden des Alterthums oft dieSprache eines französischen Hofinan-nes reden hören; und auf unsrerdeutschen Schaubühne höret mannur gar zu oft vornehmere und ge-meinere Personen eine Sprache re-den, die von der Sprache des Um-ganges der geringer,!, oder vorneh-mern Welt, völlig verschieden, unddie eigentlich die Sprache der Schrift-sieller ist.

Von den Idiotismen, und dem Werthederselben wird in dem Fragment über dieneuere deutsche bitteratur, >te Samml.Riga 1767. 8. S. 44. gehandelt.

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Ein Heldengedicht, darin Homer diefatalen Folgen der Entzweyung zwi-schen Agamemnon und Achilles, beyder Belagerung der Stadt Troja,besingt. Die Personen des Gedichtsfallen also in ein sehr entferntesWelsalter, und der Dichter selbst

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ist uns nicht merklich naher. Crerzählt Begebenheiten, schildert Men-schen und Sachen, die uns in man-cherlei) Absichtcn ganz fremd sind.Man wird dadurch mit Sitten,Künsten, Wissenschaften, Politik undStaaten bekannt, die sich von denunsrigen sehr entfernen. Das Ge-dicht enthalt eine bewundrungswür-digc Menge und Verschiedenheitvon Begebenheiten, von kriegerischenund politischen Thaten, und machtuns mit sehr viel Menschen vonmerkwürdigen Charakteren genau be-kannt. Wir lernen fast alle Häup-ter der so zahlreichen griechischenStämme und kleiner Völkerschaften,jeden nach seinem eigenthümlichcnCharakter, kcunen. Die Begeben-heiten fließen in einer sehr genauenVerknüpfung ans einander, und sindmit der größten Geschicklichkeit ange-bracht, diese in das vollcstc Licht znsehen. Die Charaktere sind gleich-sam der Reyhe nach geordnet, undeigene Theile des Gedichts scheinengewidmet, gewisse besondere Stüke injedem auszuarbeiten.

Die meisten Personen dieses Ge-dichts sind von hohem Muth, unge-stümen Neigungen, voll von Natio-nal- oder Fanuliensiolz, und sind inder gcwaltthatigcn Unternehmung,ein mächtiges Volk auszurotten,zusammen verbunden. Alles wasKühnheit, Rache, Eigensinn, krie-gerische Ruhmbegierde in Menschen,die von keinem Zwang wissen, her-vorbringen kann, erscheint in diesemwunderbaren Gedicht in seiner eigent-lichsten Gestalt, mit den natürlich-sten Farben, und durch die kraftigsteZeichnung ausgedrükt.

Ihre Religion und ihre Sittenzeugen von der Einfalt der rohenNatur und von unüberlegten, odernoch nicht verfeinerten, Empfindun-gen einer noch halb wilden Nation.Eben so einfältig, wild und unabgc-messen ist auch das Genie des Dich-ters