6?» Ide
lieber daS Ideal in den bilöcitSenKilNlieN: Uitc, ... lue le desu Istcolsiez pcinrrcz, Lculpeeurs er Euerespsr l.. Ist. ?eii Xacc, vor dem ZtcnB. der französisst-cn ÄuSyabr der Werkedes englischen Möhlers Ricbardson,>728. 8. engl. I^onii, 1769.8. — Inde» Wecken des McngöfB. >. S. >;6.171.>80) wird von dem Ideal in den Arbeitendes Rafael, Cvrrcggio und Titian gehan-delt; ivo aber dem erllern idcalischc For-men in so fern mit Unrecht abgesprochenwerden, al6 er wenigstens deren bildenwollen, wie es unter andern aus ebendem Briefe an den Gr. Bald. Castigliouc(lbae-,e>Ir!> sti Uerrcrc tuüa pilruro, V. 1.G- 8g. ldnm. <757. 4.) erhellt, den Hr.Mengs S. >z8. sehr verstümmelt anfuhrt,daß seine, im Farncsischen Pallaste, Freskogbmahlte, und von Marc Antonio gesto-chene, Galatea ein Ideal ist, oder dochsevn sollte. — Hagedorn in der 6tcn und?tcn Betr. des ilcn Buches seiner Betrach-tungen von der Antike und schönen Natur;von den Grstnzcn der Nachahmung. —Im Orestrio handelt das ztc Kap. Th. >.S. -2. von der Idee, oder dem Jdcal;aber bloS historisch. — Ben der zu ge-nauen Nachahmung der Natur, Jos. Rey-nolds, in dem ztc» seiner Soven llitc.l,nnst. 177L. 8- S. 67 u. f. deutsch, inder Neuen Bibl. der sch. Wissensch. B. 16.S. 1. — In dem 6ten Hefte der Misccl-lanecn artistischen JnnhaltcS von Hrn.Meuscl, findet sich eine Abhandlung überdaS Ideal. — lind einige historische Be-merkungen stn Hessings Collect. Artik.Ideal. —
Idiotismen.
(Redende Künste.)
JAewol dieses Wort aus der grie-chischen Sprache zuerst in die latei-nische und hernach auch in die neuerncritischen Sprachen übergegangen ist,hat es doch seine Bedeutung ganz ge-ändert. Die lateinischen Gramma-tiker, die dieses Wort von dem WortJoiola (welches einen ganz gemeinen
Menschen bedeutet) abgeleitet haireu,nannten einen mit guter Ucberlcgunggewählten, niedrigen, recht einsai-tigen und naiven Ausdruk, einenIdiotismus. Jtzt aber bedeutet esdas, was die Griechen und Römerdurch das WorrIoiüma ausdrüktcn:eine Redensart, einen Ausdruk, odereine Wendung, die einer Sprache soeigen ist, daß es nicht möglich ist,in einer andern Sprache ans eine ahn-liche Weise dasselbe zu lagen. Dochkann man die Bedeutung des Wortsauch noch auf das ausdehnen, wasdie Sprache einzeler Menschen cha-rakteristisches hat: das persönlicheigenchümliche in der Sprache gewis-ser Dichter und Redner. Es gicbtdemnach nationale und persönlicheIdiotismen. Bchspicle der erstemhat man an vielen Sprüchwörternund Metaphern, die sich schlechter-dings nicht übersetzen lassen. Wennder gemeine Mann m Deutschlandsagt: von stlrt )» ilöuSe, so kannman zwar den Sinn dieses Aus-druks in jeder Sprache geben, abernicht mir dein Eigenthümlichen des-selben. Wenn ein Iraliancr sagt:Osll' uii' all' alcr' Aurora, so kannman zwar in jeder Sprache denSinn dieser Worcc angeben, abernicht in jeder auf die Art, daß nureiu Substantivum, wie l»i Italia-nischen gebraucht werde.
Die eigenthümlichen wahren Idio-tismen sind blos grammatisch, unddas Idiomatische liegt nicht in denGedanken, oder in den Bildern.Denn eine Metapher, die wir nurdarum nicht übersetzen können, weilwir das Bild, worauf sie sich grün-det, nicht kennen, ist so wenig einIdiotismus, als ein griechischesWort, dessen Bedeutung wir nichtmehr wissen. Darum muß manAusdrüke, die ihren Grund in einemBilde, Gebranch, oder in einer Vor-stellung haben, deßwegen noch nichtfür Idiotismen halten, weil sie in
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