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— Denn die Mutter des llnerschaffnenZeigt, wicwol der Schmerz sie verhüllt,
in ihren E-ebchrbcn,Elnc .Hohcit, von Engeln (weil die sie am
meisten verstanden)
Selbst bewundert. *)
Es ist zu vermuthcu, daß nur die be-sten Köpft, nachdem sie alle Seclen-krafte lang anhaltend, auf die voll-kommene Bildung einer einzigenIdee, vereiniget haben, in einemHellern Augenblike dieSchöpftmg desIdeals vollenden.
Man kann die Künstler in Absichtauf das Genie in drei) Elasten ein-theilen. Die erste, oder unterste,Elaste enthalt die, welche sich genauan die Natur halten, und die Ge-genstande, die sie nothig haben, ohneWahl des Bessern, nehmen, wie siesich darbieten. In der Mahlcreygehören die meisten Holländischen,so wie auch die meisten Brabandi-schcn, und die alten deutschen Mah-ler hicher. In der zwcyken Elastestehen die, welche zwar sich auch andie Natur halten, aber in derselbenmit Ucbcrlegung und Gcschmak dasBeste wählen; wie die Mahler derromischen und der bolognesischenSchule gethan haben. Zur drittenund höchsten Elaste gehören die, de-nen die Natur nicht mehr Genügeleistet; die deßwcgen ihr Genie an-strengen, in den Gegenständen derNatur das, was zu ihrem Zwck nichtdienet, wegzulassen, das, was ihnendienet, allein herauszusuchen, undaus diesen Elementen durch die schö-pferische Kraft ihres Genies eigeneidealische Formen zu bilden : diesesthatcn die besten Künstler des Alter-thums. Meng» urrheilet, daßNiemand von den Neucrn auf demWeg der Vollkommenheit der AltenGriechen gegangen sey. Es würdeverwegen seyn, einem solchen Mei-ster der Kunst geradezu zu widerspre-chen: aber daß Raphael, Hanibal
*) Messias Vit. Gesang.
»*) I» deni angezogenen Werk S. rz.
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Carracci und einige andre, wenigstensin einigen Arbeiten, das höchsteIdeal gesucht haben, kann kaum ge-leugnet werden; also will lMengsvermuthlich blos sagen, daß keinerder Neuer» die hohe Vollkommenheitder Griechen erreicht habe: und hier-in wird ihm wol niemand wider-sprechen.
-H-
Da in dem Artikel selbst nicht untensucht worden ist, ob, und in wie fernedie Poesie ein Ideal, z. T>. ideale Eha-raetcre, zuläßt? worin dieses bestehet?ob es von ganz gleicher Art mit dem Idealdes bildenden Artisten ist, und seyn kaiin ?u. d. m. und diese Dinge, so viel ich weiß,noch nirgends völlig auf das Reine gebrachtsind: so lasten sich zu diesem Artikel schwer-lich befriedigende Nachmessungen geben. --Was das Erste betrifft: so gehört das,was die Franzosen die schöne Narur,oder Verschönerung öer Narur, nen-nen, allenfalls hierher, welches aber, obHr. Sicher es gleich in dem vorstehendenArtikel anninum, und natürlich findet,doch an andern Stellen seines Werkes auS-drüklich von ihm verworfen worden ist.Man sehe indessen hierüber den Ramlcri-schen Batteux, B. 1. S. ?z. und den Schlc-gclschen B.,. S. 101.<— Des Racine lic-stox. tue ia Vaelie, im Ziel! B. seinerWerke, Kap. 6. Art. >. S. o;q. Poe.1747. '2- — Das hte Kap. des >tc»B.G. Z4Z der /irr poer. des Marmvntcl. —lieber die idealen oder vollkommenen Cha-raetere.s. die Elisraöier. des Shastcsbuey,B. z. lAilc. V. Kap. I. S. 177. Ausg. von>74S- <8. vcrgl. milchcm 7tenTH. der bil-teeattirbricse S- >>5. mit der Abhandlungdes Hrn. Gaeve über das Interessante(Abhandl. keipz. 1779. g. S.;?o) und denVers, übee den Roman S. 4?- u. f. —Auch finden sich in dein Werke des Helve-tius, De l lttpric, Dile. IV) (»>. 15.V. z. S.-17. <Ausg. von 175z.) vortrei-liche Bemerkungen über die Bildung dich-terischer Charaeterc.
lieber