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cntdekt ihn sehr leicht, wenn nur ir-gendwo im Gemahlde zwcy Linienauf der Grundfläche, oder ans einerihr parallelen Flache vorkommen,von denen wir wissen, daß sie in derNatur parallel seyn müssen. Denndiese bcyden Linien dürfen wir nurin Gedanken gegen den hinrcrn Grnnbdes Gcmahldcs verlängern; sie müs-sen in einem Punkt zusammen tref-fen , und dieser Punkt ist allemal mder Horizonkallinie "). Wim dieseHorizoittallinie hoch über der Grund-linie des Gemahldes liegt» so hat eseinen Koben-Horironr; liegt sie abernicht hoch über dieser Grundlinie, sohat es einen niedrigen Horizont.Ein Gemahlde fallt an, vortheilhaf-tcsien in die Augen, wenn wir es soansehen können, daß der Horizontdesselben gerade die Hohe hat, aufder das Auge steht. Die Wahl eineshohen oder niedrigen Horizonts hatnach der Beschaffenheit des Gegen-standes einen wichtigen Einfluß aufseine Schönheit und gute Würkung,wie schon anderswo mit Mehrerinangemerkt worden ist "*).
H y m n e.
(Dichtkunst.)
Aie Griechen nannten die Lobgesän-ge auf die Götter, welche gemeinig-lich bei) fcyerlichen Opfern abgesun-gen, und durch den Ton der Flöten,oder der Leycr unterstützt wurden,Kemnas, und man ist schon ge-wohnt, dieses Wort auch im Deut-schen zu brauchen. Die Hymnemacht eine besondere Gattung derOde. Der darin herrschende Affektist Andacht, und anbetende Bewun-derung; der Inhalt eine in diesemAffekt vorgetragene Beschreibung derEigenschaften und Werke des göttli-chen Wesens; der Ton feyerlich undenthusiastisch. Die Hymnen der
5) S. Prospektiv.
-»H Im Artikel Gesichtspunkt,
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Griechen scheinen meistentheils dieheroische Versart gehabt zu haben,welche sich vorzüglich zu dem feyer-lich erzahlenden Ton, in dem sie ab-gefaßt sind, schiker. Sowol die,welche dem Homer zugeschrieben wer-den, als die von Ealbmachus, sindvon dieser Arr; doch harren sie ver-muthlich auch solche, die in lmchchenStrophen gesetzt waren O vonwel»eher Art das t'armen leoulare desHoraz ist. Die prachtigsten und er-habensten Hymnen sind die, welchewir in der Sammlung der PsalmenDavids antreffen Unter unfernheutigen gottcsdicnstlichen Gesängen,oder geistlichen Liedern, kommen aucheinige vor, die man zu den Hymnenrechnen kann. Woher es aberkommt, daß wir bey den hohen Be-griffen von den Gegenständen unsrerAnbetung, in den Kirchengesängenso gar wenig Hymnen haben, dieden, gegenwärtigen Zustand der Er-kemitniß, des Geschmaks und derDichtkunst angemessen sind, verdienteeine ernstliche Ueberlegung. Solltedie Hymne, die den höchsten Gegen-stand unsrer Verehrung besingt,auch das schwerste Werk der Dicht-kunst seyn? Unsre Vorstellungskraftkann mit keinem höhern, mit keinemeinnehmcndcrn Gegenstand angefülltseyn, als dem, den die Hymne be-singt! das Herz kann von keinen er«quikendern Rührungen getroffen wer-den, als denen, die durch gottcs-dienstliche Gegenstände erwekt wer-den; die Seele kann keinen hohemSchwung bekommen, als der ist,den die Hymne ihr geben könnte.Aber es ist höchst schwer von einemso hohen Gegenstand mit Einfalt,und Zugleich mit der höchsten Würdezu sprechen; das Höchste, dessen un-
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