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und ihn gezwungen haben, einemandern Hange zu folgen.
Scinensten Versuche in derDicht-kunst waren die Eatyren, wozu erdurch das Beispiel des Lucilius auf-gemuntert worden. Es war sehrnatürlich, daß ein so groß denkenderMann seinen Unwillen gegen dieThorheit und das Laster ausließ.Dieser Unwillen war seine Muse,nicht der Kützel, als ein Poet sicheinen Namen zu machen. Darummachte er aufanglich gar keinen An-spruch auf den Namen eines Dich-ters :
— Lgo me illorum, äeclerim gui-
bus eile poccss,Uxcerpsm numero *).
Oaruin gab er sich auch keine Müheals Dichter gelobt zu werden. Da-mals hatten die schonen Geister, wienoch cht, ihre eigenen Methoden, sichBei)fall zu erwerben und sich rühmenzu lassen. Aber diese Schliche stun-den ihm nicht an.
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Er schrieb, weil es ihm nicht mög-lich war über dieThorheiten und La-ster zu schweigen.
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Lxpettsr, leu mors srris circum-
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Lives, iuops, Uumse, teu borsirs sullerir, exul,(suisguiz eritvirse, lcridsm, co-lor f).
Noch wahrenden Unruhen des bür-gerlichen Krieges erlangte er dieFreyhcit wieder nach Rom zu kom-men, kaufte sich in eine bürgerlicheDecurie ein, und seine Freunde Vir-
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") Lp>lt^ I. 19.
f) Lerm. It, 5.
gilius und Varius machten ihn mitdem Mäcenas bekannt. Anfangsthat er sehr schüchtern, und erst neunMonate nach der ersten Bekannt-schaft mit diesem Liebling des Au-gusts, wurde der Dichter unter dieZahl seiner Vertrauten aufgenom-men H. Dadurch wurde er auchbald dem Augustus selbst bekannt,der ihn sehr hoch schätzte.
Mau kann aus hundert Stellenseiner Gedichte schließen, daß in demUmgänge, den Horaz mit dem Ma-tenas und dem Augustus gehabt, dieUnterredungen meistcntheils die da-mals schon ungemein große Verdor-benheit der Sitten und die Thonstet-ten der Romer betroffen haben, unddaß dieses zu mancher Satyre undOde des Dichters Gelegenheit gege-ben. Unter dem Schutz des Regen-ten konnte er sehr! dreiste schreiben;darum wurde er sehr beißend, undübertrat auch wo! darin die Schran-ken der bürgerlichen Gesetze, dcßwc-gcn er sich sehr viel Feinde machre.Weil er aber vor Verfolgung sicherwar, so erwekte dieses bey ihm mclzrUnwillen, als Furcht. Von Zeitz uZeit that er heftige Ausfalle gegendie herrschenden Thorheitcn und La-ster der Romer, und griff fowol ciii-zele Personen, als das ganze Publi-cum an.
Seine Lebensart war so, wie siesich für einen Philosophen schiket? erwar ohne Ehrgeiz und vergnügt, daßihm sein Stand erlaubte, für 'sich,von öffentlichen Geschafften und vomHofe entfernt zu leben. Als einwahrerPhilosoph fühlte er das Ver-gnügen und die großen Vortheibe desPrivatlebens.
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") Zerm. I.