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Nachdem er in Rom eine so gute Er-ziehung genossen, und, nach der da-maligen Art, auch in den schonenWissenschaften unterrichtet worden,reiste er nach Athen, wo er in derSchule der Akademiker das Studiumder Philosophie trieb. Indem er sichda aufhielt, brach der bürgerlicheKrieg aus, durch den Zbruma dierömische Republik zu retten jsuchte.Horaz nahm die Parthey der Frcy-hcit, aus patriotischen Gesinnungenund aus Hochachtung und Freund,schuft gegen den Drncus, dem er inGriechenland bekanntworden. Die-ser einzige Umstand, daß er vor demUmsturz der Republik nut den Häup-tern des Staates bekannt gewesen,und von so großen Männern zurVcr-thcidigung der Freyheit mit gebrauchtworden, (denn es wurde ihm eineLegion anvertraut,) muß uns einenvorthcilhaften Begriff von ihm ge-ben. Er l)atte Ursach auch nachhersich dessen zu rühmen. Die Art, wieer davon spricht,
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zeiget deutlich, daß er mit den größ-ten Männern der sterbenden Repu-blik, sowol vor, als in dem Kriegeselbst, in ucrtrautem Umgange ge-lebt habe. Darum wurde er auch,als eines d er Haupter der Freyheit,nach der Schlacht bey Philippi in dieAcht erkläret, und verlor seine Gü-ter. Miefes zwang ihn zu einemruhigen Leben; und weil er nunnichts mehr für die Freyheit thunkonnte, warf er sich in die Arme derWilsen, so wie vor ihn: Cicero inähnlichen Umständen, sich ganz demStudio der Philosophie ergeben hatte.Alle diese Umstände erzählt er selbst,mit der ihm ganz eigenen Kürze:
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Er äußert hier im Vorbcygangseine Gedanken über den bürgerli-chen Krieg, auf eine Weise, die unsnicht erlaubet, es ihm übel zuneh-men, daß er sich mit dem Casar aus-gesöhnt hat. Cr gesteht ihm hiernur eine überwiegende Macht zu, dieer stillschweigend der gerechten Sa-che der andernParthcy entgegensetzt.Man kann den beherztesten Mannnicht tadeln, daß er lder entschiede-nen Uebermacht nachgiebt, wenn ernur den Mächtigen: nicht zugleichfür den rechtmäßigen Herrn halt.
Man würde sich sehr irren, wennman ans den letzten Worten dieserStelle schließen wollte, daß ihn derHunger gezwungen habe ein Dichterzu werden, um sein Leben mit demGewinnst von seinen Gedichten zu er-halten. Er will blos sagen, daß dieBeraubung seiner Güter und dieVer-bannung alle Würksamkeit für Ge-schaffte bcy ihm unmöglich gemacht
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') Lpili. II. 2.