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2 (1792) [E - J]
Entstehung
Seite
622
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1.1740 auch, zu Hamburg, Bcaunschwcig,Dresden, Leipzig, größtenthcilS gespieltenStücke, so wie die eigentlichen Schüfer-komödicn, welche Gottsched und Cvnsoetenschrieben, verdienen keine nühere Anzeige.Auch siel glücklicher Weise endlich der Ge-schmack an solchen Dramen, oder vielmehr,wir lernten immer mehr Rücksicht ausmenschliche Natur und auf Wahrheit neh-men , dergestalt, daß in neuem Zeitennur wenige noch geschrieben worden sind.Unter diesen zeichnen sich, durch bessereSchreibart, aus: Chr. Luvebreg. Gel-ten (das Band, in den Belustigungendes Verstandes und Witzes, vom Jahr1749 , und im zten Thcilc seiner Werke,Sylvia, Lcipz. 174;. 8. und ebcnd. Ichwürde, wofern das Band nur mehr, odereine interessantere Handlung Hütte, undnicht ein wenig langmeilig, und im Gan-zen zu schwach vcrsificirt wüce, geneigtseyn, ihm den Vorzug vor der Sylvia,eine Schüfcrinn, welche keine Schüferinnist, zu geben, obgleich die Vcrsisieationin dieser viel besser, und die Handlunginteressanter ist.) Rarl Chrisiph.Gärtner (Die geprüfte Treue, in denBrem. Beytrügen, vom I 1744. gut ver-stficirt.) Lr. LV. Gleim (Oer blödeSchüscr, Verl. 1745. 4) Sal. Ges-ner (Evandcr und Alcimea, und Emst,bei) seinen ersten Idyllen.) Ronr.Gottl. Pfieffe! (Oer Schatz, Frankst.1761. 8.) Carl Frieör. Aretsch-mann (Das Gesetz der Diana, in seinenkomischen, lyrischen und epigr. Gedich-ten, Leipz. 1768. 8.) Jol). G. Ia-cc>bi (Apollo unter den Hirten, einVorspiel . . . Halbcrst. 1770. 8.)>Ein H. MoseS DobruSka lieferte einen gan-zen Band (schlechter) Schüfcrspicle, Prag

>77-l- 8.

llcbrigenö sind verschiedene Gedichteder Morgenlünder, als einige PsalmenDavids, von Lowth, in der -.atcn s.prsclctk. Bd. 2, S. ;8<o. Gött. Ausg.und einige arabische Gedichte, von Jo-nes, in s. ?ocr. T^lwr. Lommenr.S.66. Leipz. AuSg. mit dem Titel Idylle be-legt worden. Auch dürste vielleicht noch

baS so genannte Hohelied Solomons» hie-her zu rechnen scpn.

H i sc 0 r i e.

(Historisches Gemühld.)

^n dem weirlauftigen Sinn be-kommt jedes Gemahlde den Namendes historischen Gemahldcs, wennhandelnde Personen den Hauptinhaltdesselben ausmachen. Es unterschei-det sich von dem Portrait, von derLandschaft, von demBlumenstük undallen andern Gattungen dadurch,daß es die Schilderungen handeln-der, ober auch nur in gewissen be-stimmten Empfindungen begriffenerMenschen zur Absicht hat. In sofern werden die Vorstellungen ausder Mythologie, das allegorische Ge-mahld, die Schlachten, die Gesell-schaftsgemahlde, wenn sie gleich ausPortraitcn bestehen, ingleichen ein-zele Bild er, wo nur eine einzige Per-son in Handlung, oder in einer be-stimmten Gcmüthslagc vorgestelltwird, wie eine bußfertige Magda-lcnc und dergleichen, zu der histori-schen Classe gerechnet.

Diese Gattung unterscheidet sichvon allen andern dadurch, daß siedenkende Wesen in Handlungen, inLeidenschaften und überhaupt in sitt-lichen oder leid mschaftlichen Umstan-den abbildet, in der Absicht unsso-wol das äußerliche Betragen, alsdie Empfindungen der Seele dabey,lebhaft zu schildern. Denn diesesist hier die Hauptsache. Der Hi-storienmahler ist der Mahler desmenschlichen Gemnthes, seiner Em-pfindungen und seiner Leidenschaf-ten. Wenn das historische Gcmahldnichts, als die eigentlichen Vollkom-menheilen der Kunst hatte, vollkom-mene Anordnung, die richtigste Zeich-nung, das schönste Eolorit, so wärees darum doch, als Historie betrach-tet, ein schlechtes Stük, weil es sei-nem Endzwek nicht entsprechen würde.