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1.1740 auch, zu Hamburg, Bcaunschwcig,Dresden, Leipzig, größtenthcilS gespieltenStücke, so wie die eigentlichen Schüfer-komödicn, welche Gottsched und Cvnsoetenschrieben, verdienen keine nühere Anzeige.Auch siel glücklicher Weise endlich der Ge-schmack an solchen Dramen, oder vielmehr,wir lernten immer mehr Rücksicht ausmenschliche Natur und auf Wahrheit neh-men , dergestalt, daß in neuem Zeitennur wenige noch geschrieben worden sind.Unter diesen zeichnen sich, durch bessereSchreibart, aus: Chr. Luvebreg. Gel-ten (das Band, in den Belustigungendes Verstandes und Witzes, vom Jahr1749 , und im zten Thcilc seiner Werke,Sylvia, Lcipz. 174;. 8. und ebcnd. Ichwürde, wofern das Band nur mehr, odereine interessantere Handlung Hütte, undnicht ein wenig langmeilig, und im Gan-zen zu schwach vcrsificirt wüce, geneigtseyn, ihm den Vorzug vor der Sylvia,eine Schüfcrinn, welche keine Schüferinnist, zu geben, obgleich die Vcrsisieationin dieser viel besser, und die Handlunginteressanter ist.) — Rarl Chrisiph.Gärtner (Die geprüfte Treue, in denBrem. Beytrügen, vom I 1744. gut ver-stficirt.) — Lr. LV. Gleim (Oer blödeSchüscr, Verl. 1745. 4)— Sal. Ges-ner (Evandcr und Alcimea, und Emst,bei) seinen ersten Idyllen.) — Ronr.Gottl. Pfieffe! (Oer Schatz, Frankst.1761. 8.) — Carl Frieör. Aretsch-mann (Das Gesetz der Diana, in seinenkomischen, lyrischen und epigr. Gedich-ten, Leipz. 1768. 8.) — Jol). G. Ia-cc>bi (Apollo unter den Hirten, einVorspiel . . . Halbcrst. 1770. 8.) —>Ein H. MoseS DobruSka lieferte einen gan-zen Band (schlechter) Schüfcrspicle, Prag
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llcbrigenö sind verschiedene Gedichteder Morgenlünder, als einige PsalmenDavids, von Lowth, in der -.atcn s.prsclctk. Bd. 2, S. ;8<o. Gött. Ausg.und einige arabische Gedichte, von Jo-nes, in s. ?ocr. T^lwr. Lommenr.S.66. Leipz. AuSg. mit dem Titel Idylle be-legt worden. Auch dürste vielleicht noch
baS so genannte Hohelied Solomons» hie-her zu rechnen scpn.
H i sc 0 r i e.
(Historisches Gemühld.)
^n dem weirlauftigen Sinn be-kommt jedes Gemahlde den Namendes historischen Gemahldcs, wennhandelnde Personen den Hauptinhaltdesselben ausmachen. Es unterschei-det sich von dem Portrait, von derLandschaft, von demBlumenstük undallen andern Gattungen dadurch,daß es die Schilderungen handeln-der, ober auch nur in gewissen be-stimmten Empfindungen begriffenerMenschen zur Absicht hat. In sofern werden die Vorstellungen ausder Mythologie, das allegorische Ge-mahld, die Schlachten, die Gesell-schaftsgemahlde, wenn sie gleich ausPortraitcn bestehen, ingleichen ein-zele Bild er, wo nur eine einzige Per-son in Handlung, oder in einer be-stimmten Gcmüthslagc vorgestelltwird, wie eine bußfertige Magda-lcnc und dergleichen, zu der histori-schen Classe gerechnet.
Diese Gattung unterscheidet sichvon allen andern dadurch, daß siedenkende Wesen in Handlungen, inLeidenschaften und überhaupt in sitt-lichen oder leid mschaftlichen Umstan-den abbildet, in der Absicht unsso-wol das äußerliche Betragen, alsdie Empfindungen der Seele dabey,lebhaft zu schildern. Denn diesesist hier die Hauptsache. Der Hi-storienmahler ist der Mahler desmenschlichen Gemnthes, seiner Em-pfindungen und seiner Leidenschaf-ten. Wenn das historische Gcmahldnichts, als die eigentlichen Vollkom-menheilen der Kunst hatte, vollkom-mene Anordnung, die richtigste Zeich-nung, das schönste Eolorit, so wärees darum doch, als Historie betrach-tet, ein schlechtes Stük, weil es sei-nem Endzwek nicht entsprechen würde.