Druckschrift 
2 (1792) [E - J]
Entstehung
Seite
617
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neuer» Zelten noch einige Stücke dieserArt mehr, als 1'ire Lbepkoräz artissce,1765. L- ?äie loyal Lkepbercl, vonTh. Gvodwin, 1771. 8. 'I'ke scsrckvt koppinelz, von Anna Moore 177z. 8.) erschienen , welche, ob sie gleich , so vielich weiß, nicht aufgeführt worden sind,doch zur Gnüge bezeugen, daß der Vöe-schmack am dramatischen Hirtengedichtenoch nicht gänzlich in England ausgestor-ben ist.

Hirtengedichte von deutschen Dich-tern: Die älteste Gattung derselben sindGchäferiiedcr. Gpirz(h,sz9) schrieb,so viel ich weiß, deren zuerst. Aber frey-lich können sie nur in so fern Schäferlie»dcr heißen, als der Singende einen Scdä-scrnahmcn hat, und als man damahls,nach dem Muster der Italiener, jedemAusdruck zärtlicher Empfindung, Seuf-zen, Schmachten, Klagen, u. d. m. fürSchäfercnipfindung, und unvereinbar mitthätigcm Menschenleben hielt: die, mei-nes Bedünkeno, wahre, und in demGeiste und den Sitten jener Zeiten ge-gründete Ursache, warum man den Aus-druck solcher Empfindung in Schäfcrco-stüme einkleidete. Opitzens Gedichte die-ser Art blieben, indessen, wenn sie auchvollkommene Muster gewesen wären, nichtlange Muster. Achnlichc, aber sehr vielschlechtere verfertigten: ?oh. GeorgeScboch (Ncucrbauter poetischer Lust-und Blumengarten von hundert Schäfer-Hirten-LiebcS-und Tugendliedern . . .Leipz. 1660.8. wurde, zu seiner, und inden Gottschedischen Zeiten noch, für eineSammlung vortreflichcr Hirtcnlicdcr ge-halten ; allein weder Jnnbalt noch Aus-führung , ein paar glückliche Stellen ab-gerechnet, können sie empfehlen.)Job. Heinr. Ealisins (Klvridans blauerKornblümchen, oder einfältiger Hirtengc-gelänge, drcyfaches Bündlein, Ulm >655.8. durchaus schlecht-) Eine Gamm,lung Hirtcnlicdcr . . . kam Halle 175z. 8.heraus; enthält aber höchst mittelmäßigeSachen. Einzclc Hirtcnlieder, oderlieber mit Hirrcnnahme», sind von Kleist,Gleim, u. a. m. gesungen morden, und

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in ihren Gedichten befindlich. Eine ganzeSammlung gab Fried. Aug. Clem.ltVerches (Hirtenlieder, Leipz. >781.3.)heraus. Sic find angenehm und leichtversiflcirt, und lesen sich mit Vergnügen;allein die Seele des, auch idealisirtcnLichterhirtcn, so lange er noch Hirtebleibt, kann bey dem Anblicke der Natur-schönhciten, bey seinen Beschäftigungen,und den Beschäftigungen des Hirtcniebcnsüberhaupt, solche Empfindungen nicht ha-ben, und sie so nicht ausdrücken; und sosehr der Dichter auch den Hirten idcalifi.reu mag: so darf er ihn, doch das nichtnehmen, was ihn zum Hirte» macht,was ihm, durch seine Lebensart, eigenwerden muß, warum er Hirce heißt ?Wie kann er noch so heißen, wenn ernichts, als allenfalls ein bisgen Lostumevom Hirtcnlcben bcybchalten hat? Un-möglich kann, z. B. ein Hirrc, bey demSäuseln in den Mirthcn ('S. »0) sich andie Gottheit erinnern; das wird er che,bey einer nahrungSrcichcn Flur für seine

Heerde thun.)

lLr;ählendo, oder Gesprächswei-se abgefaßte Hirtengedichte (eigent-liche Idyllen undEklogcn) von deutschenDichtern: George Rud. XVeckberlin(In seinen Geistlichen und weltlichen Ge-dichten, Amst. 1641 und 1648. 8. findensich einige Eklogen in einer etwas holprich-ten Sprache, aber mit erträglich ange.messencn Ideen.) Ioh. Rist (f >667.Platte, unedle, in harter Sprache abge-faßte Schäfergcsprächc sind in seinemDeutschen Parnaß und Neuem deutschenParnaß, auf welchem befindlich Ehr. undLehr, Scherz» und Schmerz, Leid-uudFreudengewächsc . . . Koppenh. >668-8."enthalten.) Sigism. von ZöirLen(s >6z>. Von einer ganzen Schäfcrgcscll-schaft, dem gekrönten Blumenerden ander Pegnitz, muß ich mindstens einenSchäfer anführen, so kahl und läppischund geziert auch immer seinepcgneiiz,oder der Pegnitz Blumgciwß-SchäfereiFeldgedichte in neun Tagezriten, meistver-sasset und heruorgegebcn durch Floridan,Nürnberg 167z, 12.) sind.) Ebristia»

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