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2 (1792) [E - J]
Entstehung
Seite
585
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cinfachen Schönheit zn empfindenweiß; man »mß ein feines zärtli-ches Gefühl haben, um schon da ge-ruhet zu werden, wo gröbere, oderschon verhärtete Seelen, die nur er-schütternde Eindrüke fühle», nichtsempfinden. Man muß ein an lieb-liche Töne gewöhntes Ohr haben,das in den Liedern den leichten undsanften Ton der Schafcrfiöte zu tref-fen wisse.

Es ist wahrscheinlich, daß dieHirtenlicder die erste Frucht des poe-tischen Genies gewesen sind. Jedesglülliche und empfindsame Hirten-volk mag dergleichen Liederdichterunter sich gehabt haben: aber Sici-lien ist allem Ansehen nach das Land,in welchem die rohen Hirtenlicderzuerst durch Geschmak und Kunstzur Vollkommenheit gekommen sind. ,Die meisten griechischen Idyllen-dichter, deren Namen oder Liederauf uns gekommen sind, waren Ein-wohner dieser ehemals so glüklichcnInsel; darum schreibet Virgil dieseDichrnngsart den sicilianischcn Mu-sen zu:

iiiecliäes ^lulse psulo msfors es»»smus H.

Theokritus aus Syracnsa steht un-ter den Dichtern dieser Gattung obenan; wie Homer unter den epischen.Seine Idyllen sind von unnachahm-licher Anmuthigkeit; und bcy demLesen derselben finden wir uns in dasglnkseligste Cimia, in die reizendstenGegenden des Erdbodens und unterein Volk versetzt, dessen liebenswür-dige Einfalt und sorgenloses Lebenden Wunsch crwekt, unter ihm zuwohnen. Selbst Virgil, der so em-pfindsame und so anmnrhsvolle Dich-ter, ist in einer großen Entfernunghinter ihm zurüke geblieben. Abernoch sehr weit hinter Virgil bleibendie meisten Neuer» **). Unser Gcß-

H Luccol.IV. i.

") Man sehe einige Vergleichungcn zwi-schen Alten und Neuem in den neuen

ncr übertrifft diese, so wie Theokritdie Alten übcrtroffen hat.

Von theoretisch - historischen Schriftenüber das Hirtengedicht sind mir bekannt, inlatcinischerSprache: Oiip cle Lsrniinepsklnrsli, von Rene Rapin, bcv s. lat.Erlogen, k>sr. 1759. 4. '—' Das ?teund gte Kap. des ztcn B. in des I. Ant.Viperani z Büchern von der Poetik,S. >40 u. f. Antw. 1579. 8. — Das4tc Kap. in ScaligcrS Poetik, S. 15.Ausg. von >;8l^ 8. — Das 8te Kap.des zten B. der Intllr. paericsr. desGer. I. Vossius, S. >59. 1696.F.Vy. V. III. u. a, M. — De csrminebucolico, von Hrn. Heyne, bcy seinem

Virgil, im iten Bd.

In italienischer Sprache: l'^Ieb-lsmlro, ovvero clolis psilorslo, einGespräch von Lud. Zuecolo, Von. l6iz z.und in s. Oisloßlii, per. 161 5-8. Ven.162 z. 4. — l)ilc. intoruo slls pstko-rsie, von Gabr. Zinano, bc» s. klar-,viglic cl smore, Von. 1627. 22.Ein Brief, in dem iten B. der Briesedes Angivlo Grillo. — Das izte pro-g!n. des ztcn B. von Ildcnv Nisicli. —Rav. Quadrio, S. Z49. des -ten Buches desLtcN Bandes seiner 8ror. e rsgione ä'ognipocils dell' lZe loZs — ein Abschnitt in desBiiso Inrroctu^ioire slls vol^sr Poe-Iis, S. 246. Rom 1777. IÜ. — und

a. m.

In französischer Sprache: I_e«re«lc kcir. Pres. Ogier ä iVlr. l-cn^ueik^pur Is yrcmiöre ecloguc cle dtr. LcZrsis,

165;. und die Antwort des Scgrais dar-auf, so wie reilex. 5ur IVclvAuc voncbend. unter andern, in der AuSg. feinerErlogen» Par. 17z;. 8. — Oiidours kurooeme bucoliguc oü il cid rrsire clel'Lclvgue , cle I Iciyle ec cle ls Lerge-rie, ysr Liuil.Lollerer, psr. 1657. 12.- De I'originc er cles csrstkeres cluO» 5 Poeme

kritischen Briefen, die 1749 in Zürichherausgekommen, indem xxxviundeinigen folgenden Brieseu.