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trafen in? kurzen die übrigen so weit,daß man sie für besondere gottlichbegeisterte Leute hielt, denen es al-lein zukomme, Lieder und Gedichtezu machen, welche au Festtagen undbey allerlei) freudigen Anlassen gesun-gen werden könnten. So entstan-den die Sanger und Dichter in die-sem einfaltigen Zeitalter, und ihreGesänge waren die wahren ursprüng-lichen Idyllen, von denen nichtsauf uns gekommen ist, entwederweil die Schrcibkunst viel spater er-funden worden, als die Sing - undDichtkunst, oder weil die kriegeri-schen eisernen Zeiten, welche diesesgdlbne Weltalrcr vcrdrungcn haben,auch diese anmuthigcu Früchte des-selben verderbet haben. Was wirIdyllen heißen, sind blos Nachah-mungen jener ursprünglichen Wald-gesange, welche die Natur selbst ih-ren Kindern eingab. Theokrit hatunter den Griechen diese nachgeahm-ten Idyllen zu einer großen Vollkom-menheit gebracht. Er fand in sei-nem Zeitalter noch viele Ucberbleib-sel der nicht gefabelten goldneu Zeit;die Lebensart der Landleute warfreycr, glüklichcr und angesehener,als sie heut zu Tage ist. Er scheintdeswegen seine reizenden Gemahldevielmehr aus der würklicheu Natur,sowie er sie vor Augen hatte, alsder Schafcrwelt, oder dem goldnenAlter, welches seine eigne Phantasiehatte erschaffen müssen, hergenom-men zu haben; und eben deswegensind seine Hirten nicht so unschuldigund liebenswürdig, als sie scynkönnten. Dagegen konnte er, weiler nach einen? Original zeichnete, daser vor sich hatte, eine Menge kleinerlebhafter Züge, und naiver Wendun-gen hineinbringen, die einem Dich-ter, der nur nach Phantasiebildcrnarbeitet, entwischen müssen. Es hatunter den neuer?? italianischcn undfranzösischen Dichtern viele gegeben,welche Gedichte unter dem Namen
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Idyllen gemacht haben: aber entwe-der thun sie nichts weiter, als baffsie den Virgil copiren, der selbstgrößtentheils ein freyer Ucbersctzecdes Thcokritlst, oder sie machen ih-re Hirten zu spitzfindigen Stutzernund ihre Schäferinnen zu tiefsinni-gen Meisterinnen in der platonischenLiebe, oder gar zu vames llu bei)Lir. Pope hat bey den Engländernin vier Idyllen den Virgil nachge-ahmt. Die deutsche Nation hat denersten wahren und glücklichen Nach-ahmer desTheocrit aufzuweisen, der,ohne ihn auszuschreiben, oder in sei-ne Fußtapfen angstlich einzutreten,ihn? darin gleichet, daß er die schö-ne Einfalt der Natur meisterlich ge-schildert hat. Es scheint, daß erden Theokrit, der sonst in nichtsübertroffen werden konnte, darinübertroffen habe, daß er seine Hir-ten liebenswürdiger macht. Er,Gcßner, ist ein eben so glücklicherMahler der feinsten und naivsten Em-pfindungen, und zärtlichsten Affekte,als der sanften und lieblichen See-neu der Natur. Sein zarter Ge-schmak hat ihn eine Menge kleinerSchönheiten in derselben entdeckengemacht, die seinen Gemahldcn alleReize der Neuheit geben, auch wenngleich die Gegenstände die alltaglich-sie?? sind. Er ist würklich in dieSchaferwelt, in das goldne Alteceingedrungen; und seine Idyllenwürden vielleicht ganz vollkommenscyn, wenn er die Scene derselbennachMesopotamien oder Chaldaa ver-setzt, und anstatt der ungereimtenVielgötterei) der Griechen, seinenHirten die natürliche Religion, miteinige??? unschuldigen Aberglaubenvermischt, gegeben hatte.
Ein Jdyllendichter muß vielmehrdurch die Natur und durch solcheMuster als durch besondere Regelngebildet »verde??. Er muß freylichdie Natur dieser Art, voll Gedichten,so wie sie oben von uns angegeben
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