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Menge unbegüterte, sowie, auf den Bur-gen und Scblvssern, andre unbcschäftigcPersonen genug übrig, welche solche bcsin-gen konnten. Auch bestand ja die ganzedruckende Verfassung des Feudalsystemsnoch in denen Zeiten, aus welchen mirdichterische Prvducte in den Landesspra-che» besitzen. Oder hcitte der Geist derLichtere» durch morgenlcindische Werke,welche füglich nur i» die Hclndc dcr Mön»che kommen konnten, wieder erweckt wer-den müssen? Allein der Roman von Alexan-der dem Großen, welcher, wie Warton^Llist. ok Lnßl. pocci-y, Bd. l. S iz:)zu glauben scheint, zum Muster der ro-mantischen Lichtungen von den Thatcnder Abendländischen Ritter gedient hat,kann, (wofern er auch noch cichten mor,gcnlckndischen Ursprunges ist) vor demJahre 1,90 nicht in den Abendländern be,kannt geworden scvn, denn uni diese Zeiterst wurde er in das Lateinische übersetzt,«nd die vorhcrgedachten Geschichten vonKarl dem Großen und den Britten, jaso gar (wie die Folge zeigen wird) eineMenge eigentlicher Ritterepopöen in denLandessprachen, sind älter. Nicht min-der uncrwcißltch ist es, daß eigentlichearabische Composilionen jene Muster ge-wesen sind. Zwar führt Warton (a. 0.O- Bd. z. S. 04. Anm.) und besondersein neuer Litterator, I. Andres in s.Velgen, ?ee>Aretlc>s Lstaäcz aKusl ciernüa la L-ireearura, Xlsst. 1784. 8.(Kap. XI. Bd. s. S .78) eine Menge ara-bischer Romane solcher Art aus dem Her-bclot an ; aber, wenn diese auch, waswir von den wenigsten mit Gewißheitwissen, früher, als jene Geschichten ge-schrieben wären, wer sagt uns, daß siein den Abendländern vorher bekannt wa-ren ? Die angezeigte Geschichte Karl desGroßen , welche der letztere als einen Be-weis für diese Bekanntschaft in so fern an-sieht, als sie, seiner Mepnung nach, inSpanien geschrieben worden sevn soll,ist, von einem andern spanischen Littera-tor , welchem Kenntnisse und Scharfsinnnicht abzusprechen sind, MananS (in s.leben des D. Quixotc, S. or vor der
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Amsterdammer Ausg. desselben v.J. >755)ausdrücklich für rin, in Frankreich ge-schriebenes Werk erklärt worden. Be-sonders hätte er nicht auf den voce Vs.lienrc, der Araber, als auf dem Urbiideder zwölf Paies von Karl dem Großen be-stehen sollen; denn diese sind, wie unterandren Wartvn selbst (a- a. O. Bd. 4.S. 29. Anm. I.) ausführlich, und nochumständlicher C. G. Buder in einer ei-genen lateinischen Abhandlung, gezeigthat, sehr tief in dem System dcr Nordi-schen Völkerschaften gegründet. Und,wenn die Araber gleich einzele Abenteurervon solcher Art, wie unsre alten Ritterwaren, unter sich gehabt haben: so wäre»ihre Sitten im Ganzen doch von den, inden Rittcrzcitcn herrschenden Sitten vielzu sehr verschieden, als daß sie so natür-lich wie dicse, viel eigentliche Ritterro-manc hätten veranlassen können, oder da-zu so natürlich hätten führen müssen.Wozu bedurfte cS, bcy dem, in diesemZeitpunkt herrschenden Geist der Kreuz-züge, der irrenden arabischen Ritter?Diesen Geist wird man doch wohl nichtvon de» Arabern herleiten wollen? Undwelche Quelle von sonderbaren Abenteuern,kühnen Unternehmungen, u. d. in. mußtesich, mit diesen Zügen, für jeden dichte-rischen Kopf crösncn! Wodurch es aber,meines Bcdünkcns, entschieden wird, daßdie Uranfänge her romantischen Dichtartweder In lateinischen noch gar morgen,ländischen Oichtcreyen gesucht werden dür-fen, ist, daß wir wenigstens Nachrichtenvon Gesängen aus jenen Zcitpnnetcn be-sitzen, worin die Heldcnthaten der Zeit inden Landessprachen gcfcycrt worden sind.Daß diese Gesäuge nicht eigentliche, ganzeRitterepopöen, nicht große, zusammengesetzte Kunstwerke, sondern, wahrschein-licher Weise, zum Theil nicht viel mehr,als unsre jetzigen Bänkclsängcrlicder, unddaß sie nicht in der lonzue ge-
schrieben waren, schadet nichts. Hier,wo blos von dem Ursprünge jener Epopöendie Rede ist, kommen dergleichen Gesänge,als die ersten Keime derselben, vorzüglichin Betracht; und bcy Untersuchungen die-K k 4 s-r