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genauen Zusammenhang zwischen dieTone bringen.
In den zeichnenden Künsten, be-sonders in derMahlcrcy, entsteht dasHarte vornehmlich aus dem Mangelder Harmonie sowol in Farben,als in Zeichnung. Selbst da, woein Gegenstand gegen die andernnothwendig abstechen muß, wo folg-lich keine vollige Harmonie statt ha-ben kann, entsteht eine Harte, wenndieses Abstechen zu plötzlich oder zustark ist. Der Mahler setzet in denverschiedenen Gründen des Gemähl-dcs Gegenstände neben einander, diedurch ihr Abstechen die Haltung unddie verhaltnißmaßigc Entfernung derGründe bewürken sollen. Aber die-sesAbstechcn kann zu stark und über-trieben seyn; alsdann wird dasGe-mählde hart.
Je entfernter ein Gegenstand ist,je unbestimmter oder Ungewisser wer-den die Umrisse, die seine Form be-stimmen ; und diese Ungewißheit be-trifft auch die Farben, die Lichterund die Schatten. Wenn derMah-lcr diese Dinge genauer bezeichnet,als die Entfernung es vertragt, sowird er hart. Durch genaue Beob-achtung dessen, was zur Haltungund zur Harmonie gehöret, wird dasHarte vermieden. Es kommt hiebeyungemein viel auf die Starke desLichts an: Hey ganz starkem Lichtewird alles harter und bey gedämvf-tem Lichte weicher. Am schwerestenist es also das Harte bey starkemLichte zu vermeiden, weil sich da dieSchatten hart abschneiden. Ohnedie höchste Nothwendigkeit muß derMahler keinen Gegenstand wählen,der bey hellcmHimmel von der Son-ne beleuchtet wird, und ein gedämpf-tes Licht ist überhaupt dem strengenallezeit vorzuziehen.
Auch in Vorstellungen, die nichtin die Sinnen fallen, kann das Har-te vorkommen. Man nennt eine
') S> Harmonie in der Mahlercy.
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Metapher hart, wenn das Bildschwer an das Gegenbild paßt. Ho-mer schreibet der Cicada o?r«
einen-^.iliemo» zu *). Diesesscheinet uns hart, weil wir den Zu-sammenhang zwischen dem Bild unddem Gcgenbild schwerlich entdcken.Diejenigen aber, denen das Wort, in der metaphorischen Be-deutung lieblich, geläufig war, fan-den keine Härte in der HomerischenMetapher.
Das Harte muß nicht nur deswe-gen vermieden werden, weil es dieWerke der Kunst unangenehm, unddie Vorstellungen holperig macht;sondern noch mehr darum, weil esüberhaupt den Eindruk schwächt.Wenn ein Gegenstand seine volleKraft auf das Gemüth haben soll,so leidet die Aufmerksamkeit auchnicht die geringste Zerstreuung; dieWürksamkcit der Seele muß ganzund ^vollständig auf ihm vereinigetseyn; denn durch dieZcrstreuung derGedanken wird der Eindruk sehrmerklich gcschwächct. Wenn wir unsan das Harte stoßen, so wird einThcil der Aufmerksamkeit von der in-ncrn Natur des Gegenstandes aufsein Aeußerliches gerichtet, und da-durch verlieret er einen Thcil seinerKraft. Ein Werk der Kunst würkctnur alsdcnn alles, was es würkenkann, wenn wir es so völlig alleingegenwärtig haben, wie ein in Ge-danken vertiefter Mensch, der vondem, was um ihn ist, nichts siehtund hört, seine Gedanken gegen-wärtig hat. Eine sanft fließendeund wolklingcnde Rede wieget dasOhr in einen leichten Schlaf ein, deralle Zerstreuung hemmet, und als-denn ist die Aufmerksamkeit blos aufdie Gedanken gerichtet. So bald dieRede hart oder holperig wird, sowacht das Ohr auf, hört mehr aufden bloßen Klang, als auf den Sinn
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