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uns auf eine ausnehmende Weift zuerkennen, wenn er sagt:
Vor stark Mender kust stand zitternd dergroße Golm Jacobs,
Von den BUkcn des Vaters und Wor-ten im Herzen gcrührct *).
Die erste Umarmung seines Vaterskonnte ihm noch wie ein Traum vor-kommen, aber nun, nachdem er em-pfunden, daß seine Blike und seinerührenden -Worte sein Innerstes un-mittelbar rege machten, verschwin-det der Zweifel. Eben so fühlt auchAbbadona mitten m seiner Quaal ei-nen neuen und lebhaften Aufall vonVerzweiflung, so bald die Empfin-dung von der Unmöglichkeit seinemJammer zu entgehen, mit einigerLebhaftigkeit erneuert wird; welchesman bey folgender Stelle deutlichbemerkt:
— Ist denn in deiner Ewigkeit künf-tig
Nichts mehr von Hoffnungen übrig? Achwird denn, göttlicher Richter,
Schöpfer, Vater, Erbarmcr! Ach
nun verzweig'ich von neuem;
Denn ick dabc Jehova gelästert! IhnHab ick mit Namen,
Die ich ohne Versöhner nicht nennendarf, angeredet
Die neue Verzweiflung entsteht hierblos aus dem plötzlichen Gefühle derUnmöglichkeit der Rettung, die oh-ne Versöhner, der für ihn nicht vor-handen ist, nicht erfolgen konnte.Ucbcrhaupt also bekommen leiden-schaftliche Gegenstände, so stark odergroß sie schon an sich seyn mögen,eine neue Größe von der Empfindungihrer Gegenwart und ihrer Unvcrän-dcrlichkeit.
Endlich gicbt auch bisweilen diebloße Ueberraschung, und das Uner-wartete darin, ihnen Größe undKraft. Wo man auf angenehmeoder unangenehme Ausalle vorberei-tet ist, da rüstet man sich, sich zufassen; aber bey plötzlichen! Angrifft
») Jacob IV Gesang.
Mßias N Gesang.
Gr o
davon wird man überwältiget. Dar-um hat das Schrekhafte allemal et-was Grosses, weil es immer schnellund nnvermuthetkömmt. Noch hef-tiger wird die Ergreifung des Ge-müths, wenn die Sache gerade ge-gen die Erwartung kommt. Wereinen Freund in der Person findet,die er für seinen Feind gehalten hat:wer Großmuth genießt, wo er Ra-che erwartet hat, fühlet nothwendigeine gewaltsame Ausdehnung der Em-pfindung. Alle bisher erwähntenArten der ästhetischen Größe zusam-men verbunden , empfindet man aufeine ausnehmende Weise bey folgen-der Stelle im Noah.
Im achten Gesang erzahlt Noah,daß Raphael, nachdem er ihm diegöttliche Posaune zugestellt, mir derer alle auf Erden lebenden Geschö-pfe in die Arche rufen sollte, sich ei-lig in die Luft geschwungen, undüber Thamisia geflogen; hier thuter hinzu:
Und ich hörte von ferne die Worte der
donnernden Stimme:
Gott ist, die Waag in der Hand, auf
seinen Richtstuhl gesessen,Schon ist das llrthcil gefüllt; am sieben-den Tag kommt die Strafe,Daß sie dicErd und ihre Bewohner im
Wasser vertilge.
Weh dem Geschlecht, über welchem derZorn des Ewigen aufgeht!
Nun finden wir im neunten Gesang,daß die Giganten, denen Noah dasnahe Verderben verkündiget hatte,Anstalt machen durch Opfer und aber-gläubische Gebräuche das, ihnen gc-drohte, Uebel zu beschwören. In-dem mm diese unsinnige Schaar an-fangt, sich für sicher zu halten, ge-rat!) sie plötzlich in verzweifelndesSchreken:
— Als Og in dem Stolz angebeteterPriester zurükfuhr,
Legt den abgöttischen Hochmuth der Don-ner aus heiterem Himmel,Dann gleich damals flog über ThamistenS
Thürmcn der Engellind erhob, indem er daher flog, die don-nernde Stimme.
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