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tur I.i poclie, im itcn Th. S. ioz. lZeuvr.1'. z. ?»r. 1747.12. -- Cendillae, im4ten Kap. des 2ten Büches S. 254. dessten Ti). seines Unterrichtes aller Wissen-schaften. — Home in den Llem. ok Lrir.B. 2. S. >8Z. Ausgabe »0» 176?. —-Priestley, in seinen Vorlesungen, S. «?z.d. Hebers. — Blair, in der >7tcn seinerI-cätures, S. Z4>. — Von den Glcichn.und Metaphern und deren poct. Gebrauchvon M. C. CurtiuS, Wism. 1750.«. undin dessen Crit.Abhandl. Han. 1760. 8.
Glied.
(Schöne Künste.)
Ein kleiner unabsondcrlicher, aberfür sich merkbarer, Theil eines Gan-zen ; oder ein solcher Theil, der zwardurch seine eigene Form sich von an-dern unterscheidet, aber außer sei-nem Zusammenhange mit dem Gan-zen, oder für sich, nichts bestimm-tes ausmacht. Ein Ganzes kannTheile von verschiedener Art haben.Denn es können einige so beschaffenscyn, daß sie vom Ganzen abgeris-sen , für sich noch ein Ganzes aus-machen. So ist ein cinzelcs Hausein Theil einer Stadt, ein Zimmerein Theil eines Hauses, eine Periodeein Theil der Rede. Wenn aber derabgerissene Theil für sich nichts Vol-lendetes ausmacht, so ist er ein Glieddes Ganzen. Von dieser Art ist einFinger, eine Hand, die erst alsdennetwas bestimmtes sind, wenn sie inder Verbindung mit dem Ganzen ste-hen. So ist eine Splbc ein Glied ei-nes Worts; und der Theil dcrNcde,der keinen vollendeten Sinn hat, son-dern nur einen Theil desselben enthalt,ist ein Glied der Periode. In dem Ge-sang ist eine Periode, die sich mit einerCadenz schließt, ein für sich bestehen-der Theil, die einzeln Tonfüße undkleinem Einschnitte sind Glieder des-selben. Im Tanz ist eine ganze Fi.zur ein Haupttheil, einzcle Schritteaber sind die Glieder desselben.
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Vermittelst der Glieder unterschei-den sich die Theile eines Ganzen voneinander, und crweken dadurch dieEmpfindung des Mannigfaltigen inWnem, und der Verhaltnisse derTheile. Gegenstande, welche dieSin-nen und die Phantasie beschässtigen,können ohne diese Mannigfaltigkeitder Theile und Glieder nicht gefallen,weil sie außer dem nichts an sich ha-ben, das unsre Aufmerksamkeit reizenkönnte. Das durchaus Einförmige,das wie eine gerade Linie keine wört-lichen, sondern blos eingebildete Thei-le hat, kann nicht gefallen. Eindunkles Gefühl der Nothwcndigkcitder Glieder in dergleichen Gegenstan-den, hat sie ohne Vorsatz und Ucbcr-legung in alle menschliche Werke ge-bracht, dieGegensiande desGeschmaksseyn können. In der Sprache, in denGesängen undTänzen der unwissend-sten Völker, sind Glieder von man-cherley Art entstanden; denn jederMensch fühlt, daß ein Gegenstand,der durchaus cinerley ist, die Auf-merksamkeit nicht fest halten, folglichnicht lange gefallen könne.
Hieraus laßt sich begreifen, wieaus geschikterZusammenfügung grös-serer und kleinerer Glieder von ver-schiedener Art, in der Sprache, indem Gesang, in Bewegung, in kör-perlichen Formen, ein wol geordnetesGanzes entstehe, in welchem, wie indem menschlichen Körper, Harmonie,Ordnung, Mannigfaltigkeit und an-genehme Verhältnisse statt haben.Man muß es als eine Folge dieser An-merkung ansehen, daß die Alten dieForm des menschlichen Körpers, alsdas vollkommenste Muster der Gebäu-de, angegeben haben; denn sonst be-greift man nicht, was für Gemein-schaft diese bcyden Dinge mit einan-der haben.
Da aus der vollkommenen Zusam-menordnung der Glieder des Körpersein so schönes Ganzes entsteht, sokann man die Vollkommenheit dieser
Form