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2 (1792) [E - J]
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Glasmal)lerey.

Es war ehedem gebräuchlich, an dieFensterscheiben der Kirchen und an-drer öffentlichen Gebäude, Mahle-rten anzubringen, wovon man nochitzt in alten Gebäuden die Ueberblcib-ftl sieht. Die Farben wurden aufdas weiße Glas aufgetragen und her-nach eingebrannt: also war es eineArt Schmelzmahlerey, nur daß dieeingebrannten Farben durchsichtigwaren. Einige Farben, wie z. E.das dunkele Roth, sitzen scbr dik aufdem Glase, so daß es aussieht, alswenn ein Stük von rothem Glase aufdie Fensterscheibe angelöthet wäre.

Uebcrhaupt also waren die Farbennichts anders als gefärbteSGlas, dasvcrmuthlich zu feinem Staub gerie-ben, auf das weiße Glas aufgetragenund hernach im Feuer wieder in Flußgebracht wurde. Die weiße Scheibeselbst dienet anstatt des Weißen, undda, wo man weiß Licht nöthig hatte,wurde gar keine Farbe aufgetragen.

Bisweilen wurden die Farben nichteingebrannt, sondern blos eingesetzt.Man schnitt nämlich aus der weißenScheibe ein Stük, nach der Form,die die Zeichnung erfoderte, aus, undsetzte mit Bley ein Stük gefärbtesGlas hinein. So wurden oft dieGewänder gemacht; die Schattenwurden durch schwarze Schraffirun-gen hineingetragen.

Dieses war die Mahlerey, womitvom zwölften oder drcyzchntcn Jahr-hundert an, die Fenster der Kirchenund andrer öffentlichen Gebäude ver-ziert wurden. Die meisten dieser Ge-mähldc sind sehr schön von Farben,sonst aber sowol in Erfindung, alsZeichnung und Haltung sehr barba-risch. Indessen ist es doch Schade,daß sich nicht jemand die Mühe ge-geben, die in alten Kirchen noch übri-gen Mahlerten dieser Art, in Absichtauf die Geschichte der Kunst jener Zei--tcn, in Bettachtung zu nehmen, die

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besten davon abzuzeichnen, undzuil-luminircn. Seitohngcfehr25oJah-ren ist sie ganz in Abgang gekommen.Das Verfahren und die Handgriffedieser Art zu mahlen, beschreibet derAbt Pernerri ausführlich *).

Die Glasmahlerey scheinet auchden 'Alten bekannt gewesen zu seyn.Ich erinnere mich irgendwo gelesenzu haben, daß ein gewisser SenatorDuonardni Anmerkungen über ver-schiedene Fragmente alterGlasmah-lereycu herausgegeben.

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Don der Glasmahlerey handeln! schonThevphilus Presbyter, in der fiivcrlsr.^rr. Sckeäulü, im ganzen ziveytcn Bu-che (in so fern Glas sstrbcn und Glas ma-chen mit hieher gehört) in G. E. HessingsSechstem Bcytr. zur Gesch. und titterat.S. Z2> u. f. Fcllbicn, in den Pein»cipez ste i'/ircbir. Peine. er Lculpr.ttiv. cd. zi. I.jv. III. cd. 9. S.180und Z05 der Ausg. von >697. wo sich auchManches, über die allmsthligc Ausbildungdieser Kunst, findet. Florcntle Comte,in s. Lsdiner des iinAuloricez ckKrctiic.pcinr. Sculpr. Bd. 1. S. 99 u. f. derBrüßler Ausg. v. 1702. K.P. proefi.lcunciiße VerdsncielinA over ticrLIos-Scbilcieren r'Lrotenb. 1744. L. »»p> orr 6e I» peinrure lur verre ....p. ^lr. (Pierre) leVieii, in dem 17NNBde. der Krrs er k/leriers lie dstd'I. (iei'Kcaci. Itoy. stes 8ciences, Nor. 1761.u. f. f. Einzeln abgedruckt, cbcnd. 1774.5. mit iz Kpfrt. Deutsch, Nürnb. 1779.4. - B. Ein Auszug daraus in C. G. v.Murr Journal zur Kunstgesch. Th. z. S.

Z7 U. f. Krr okpainrinAupon Llaii,bey der Krr c,f clrinvinZ in peripebiive,pnnci. 1777. iz. Eine Schrift vondem bekannten Glasmahlcr Jaeg. dcParois(1660) mit dem Titel: Peincure iiirverre gui o'oppelic ä'gpprett, wird indem oben gedachten Florent lc Comte,

B.

*) Lichansirr xorlsüf ste peinrure erc.