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Hauptgcsims weglauft; und mankann sie um so viel weniger verwerfen,da die Dacher selbst eine solche Run-dung annehmen können.
In Ansehung des Verhältnissesder Hohe zu der Breite weichen dieBaumeister von einander sehr ab.Vicruvius setzet die Hohe des Giebel-feldes a b auf den neunten Theil derganzen Breite des Giebels. Rechnetman die Höhe des Kranzes b o nochdazu, so wird insgemein die ganzeHöhe des Giebels a c, den fünftenTheil seiner Breite genommen.
Der Kranz des Giebels hat ebendie Glieder und die Verhaltnisse, dieman dem Kranz des Gebälkes giebt;nur die Sparrenköpfe müssen natür-licher Weise da wegbleiben, weil dieSparren selbst da nicht statt haben.Die?ahnschnittekönnen indem Gie-belkranz angebracht werden. Eini-germaßen sind sie da am natürlich-sten, weil sie die hervorstehendenLattenköpfe vorstellen können. Als-dann aber muß man sie nicht, wieeinige Baumeister thun, lothrecht,sondern nach dem rechten Winkelvon der Richtung des Kranzes ab-schneiden.
Die neuern Baumeister begehenbisweilen in Ansehung der Giebel sehrungereimte Fehler, indem sie entwe-der das Hauptgesims unterbrechen,oder gar den Kranz oben offen lassen.Diese Baumeister vergessen ganz denUrsprung und die Absicht der Giebel,und geben dadurch Kennern zu ver-stehen, daß sie nicht die geringsteUeberlegung haben.
(*) Don Giebeln handelt, unter mch-rern, Blondcl, i» s. Lours ll'^i-cbireU.Bd.l. Kap.z. S. z>5 und Bd.z. Kap.;.S. Liy U. s. INlhMlich, Oes ?ronronsen gensrsl; De Is proporrion cie;Uronronz; Oes ornemens clonr vi»llecots les ftorir-zl^, U. d. m.
Giq Gi S 4»9
G i q u e.
(Musik.)
Ein kleines zum Tanzen gemachtesTonstük von K auch bisweilen vonTakt, und einer muntern oder fröh-lichen Bewegung. Insgemein bestehtdie Gigue aus zwey Thcilen, jedervon acht Takten. Wenn würklichdarnach soll getanzt werden, so neh-mcn sich die am besten aus, wo fastalle Noten von gleicher Geltung,nämlich Achtel sind, oder wo allen-falls hier und da ein Achtel mit einemPunkt vorkömmt. Wenn sie bloszur Uebung fürs Clavier gesetzt wer-den, so laßt man auch wol Sech-zehntelnoten mit darunter laufen.Nimmt man Takt, so hat mansich zu hüten, daß man nicht im drit-ten, noch viel weniger im viertenTakttheil schließe, weil dieses derNatur einer solchen Bewegung ganzentgegen ist.
G i s.
(Musik.)
Ter Name der neunten Sayte unfrerdiatonischchromatischen Tonleiter,die von L anfangt: ihre Lange (wennE > gesetzt wird ) ist Sie ist
die große Terz von L. nicht völligrein nach dem Verhältnis 4:5, son-dern etwas größer, nach den« Ver-hältnis; HH?. Aber von Lis ist siedie reine Quinte. Zugleich vertrittsie die Stelle des^, oder der kleinenTerz von ?, die aber auch nicht völ-lig rein nach dem Verhältnis, son-dern etwas niedriger, nämlich N ist.Da sie in dem heutigen System ihrevöllige diatonische Tonleiter hat, sowird sie auch zum Grundton, sowolin der harten, als weichen Tonartgenommen. Die Tonleiter von Lisdur und Li5 mol sind im ArtikelTonleiter zu finden.
Dd 2 Glas-