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wenn es nach Art eines Gebälks ge-macht ist, wird nach den Verhält-nissen der großen Gcbälkc an denSaulenordnungcn genommen. DieGesimse an den Wänden der Zim-mer aber, wo sehr selten die Glieder,die den Unterhalten und den Friesvorstellen, angebracht werden, kön-nen nach dem Verhältniß des Kran-zes am Gebalke gemacht werden,vom zwölften bis zum funfzehendcnoder scchszchcnden Theil der Hoheder Wand.
Die Menge der kleinen Gliedermuß man dabei) vermeiden, und dieAuslaufungcn müssen vom unterstenbis zum obersten Glied immer zuneh-men. Die ganze Auslaufung kannder Hohe des Gesimses gleich seyn,oder gegen sie das Verhältniß wiez:4, oder wie haben.
Die Wandgcsimse in den Zimmernwerden gegenwartig so gemacht, daßdas oberste Glied nicht unmittelbaran die Dcke anschließt; man laßtüber dem GesimS eine große Hohlkehlean die Deke anlaufen. Dieses istunstreitig besser, als die alte Art;denn ein Gesims kann wegen seinerAuslaufung nichts tragen, sondernalle Last muß aus die feste Mauer ge-setzt werden.
Gesprach.
Aurze unter mehrern Personen ab-wechselnde Reden, nach Art derjeni-gen, die in dem täglichen Umgangüber Geschaffte, Angelegenheiten,oder über spekulative Materien vor-fallen. Dergleichen Gespräche ma-chen eine besondere Gattung der Wer-ke redender Künste, die eine nähereBeleuchtung der Critik verdienet.Es ist aber hier blos von den Ge-sprächen die Rede, die eine ästheti-sche Behandlung vertragen, und alsWerke des Gcschmaks erscheinen;denn diejenigen, die philosophischeUntersuchungen, oder Beweise gewis-
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ser Wahrheiten, nach den Regeln derVernunftlchre, zum Grunde haben,wie die Gespräche, darin Plato undZeenophon die somatische Philosophievorgetragen, oder die Dialogen desCicero, gehören der Philosophie zu,und känncn nicht eigentlich zu denWerken der Beredsamkeit oder Dicht-kunst gerechnet werden. Die philo-sophischen Gespräche haben mehrdeutliche Erkenntnis, als lebhaftesGefühl der Sachen zum Endzwek;deßwcgcn auch Quintilian sie denWerken der Beredsamkeit entgegensetzt H.
Gespräche, die man als Werke desGcschmaks anzusehen hat, zielennicht auf methodische Untersuchungenab; sie sind Aeußcrungcn der Sin-nesart der sich unterredenden Perso-nen , die darin ihren Geist und ihrHer; entfalten, und ihre eigene Art dieSachen zu sehen und zu empfinden anden Tag legen. So sind die Gesprä-che, die Lucianus geschrieben, unddie in dem Drama vorkommendenReden.
Wir müssen uns, um den Werthdieser Gattung richtig zu bcurthcilen,und auch um zu einigen Grundsätzenüber ihre wahre Beschaffenheit zu ge-langen, zuvorderst in den eigentlichenGesichtspunkt stellen, aus dem mandas Gespräch zu beurtheilen hat.
Unstreitig ist das menschliche Ge-müth, dessen Art zu denken, zu em-pfinden , zu begehren und zu verab-scheuen, der interessanteste Gegen-stand unserer Betrachtung. Eineindenkenden Menschen kann nichts an-gcnehmers seyn, als bey gewissenGelegenheiten in die Seelen andererMenschen hineinzuschauen, ihre Ge-danken darin zu lesen und ihre Em-
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*) Er sagt von einer gemissen Act desVortrages, in welchem Schlüsse aufSchlüsse folgen, er scy er äi»-
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