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am deutlichsten, wenn man so gera-de davor steht, daß die Richtung desAuges mitten in dieselbe geht. EineSchaubühne z. E. und alles, wasdarauf vorgeht, fallt am besten insGesicht, wenn man gerade der Mitteder Bühne gegenüber sieht. Daherliegt auch der Augenpunkt in den mei-sten Gemähldcn mitten in der Tafel,welches bcy allen den Gemähldcnnothwendig ist, auf denen die Haupt-sachen mitten auf der Tafel gezeichnetsind. Es giebt aber auch verschie-dene Falle, wo dieser Punkt aus derMitten gegen das eine oder andre En-de der Tafel herausgerükt wird *).
Dieses ist also, was der Zeichnerbcy der Wahl oder Festsitzung desGesichtspunkts zu überlegen hat.
Ein Gemahlde zeiget sich nur als-denn in feiner Vollkommenheit, wenndas Auge dessen, der es betrachtet,gerade in dem Gesichtspunkt, auf densich seine perspektivische Zeichnunggründet, steht. Daher kommt es,daß Kenner, um ein Gemahlde rechtzu beurtheilcn, dasselbe, wo es mög-lich ist, allemal aus dem wahrenGesichtspunkt betrachten. In Gal-kerien aber, wo die Gemahlde aufge-hangen sind, geht es selten an.
Gesims.
(Baukunst.)
Eine aus mchrern Gliedern beste-hende Einfassung an dem obersten,bisweilen auch an dein untersten En-de einer Mauerwand, oder einer Oeff-nung. Also sind die Einfassungen,die in den Zimmern zu obcrst an derDcke um die Wände herumlaufen,Gesimse, die den Wanden von obenihre Einfassung geben. Wenn dieWände auch unten an dem Fußbo-den solche, aus mehrern Gliedernbestehende Einfassungen haben, sowerden sie Lnsigesimfe genennt. Ei-ne solche Einfassung, die an einem
*) S. ÄlMNPMlkt.
G e j
Haus gerade unter dem Dache her-umlauft, wird das-Hauptgefiins desHauses gencnnt *). Auch die Ocff-nungen, als Thüren und Fenster,wenn sie ihre völlige Verzierung be-kommen, werden oben mit Gesimseneingefaßt.
Das Gesims dienet zur Begrün-zung und Vollendung der Tbcile, diedavon ihre Einfassung bekommen,damit sie als etwas Ganzes erschei-nen, wie anderswo deutlich gezeigetworden**): mithin ist es eine we-sentliche Verzierung ganzer Gcbände,der Oeffnungcn, der Wände in Zim-mern und frcysiehender, zu bloßer Ein-schließung eines Platzes dienenderMauren.
Sie werden auf sehr vielerlei) Ar-ten gemacht. Die vollständigstenGesimse sind die, welche nach Artder Gebalke gemacht sind, wie dieHauptgesimse der Hauser, und dieGesimse über große Hausthürcn, andenen die Obcrschwclle die Stelle desUntcrbalkcns, der darauf folgendeStreifen den Fries, und dann diedarüber hervorstehenden Glieder denKranz vorstellen. Sie können ausvielerlei) platten und runden, ausgc-bogcnen oder ausgekehlten Gliedernbestehen, deren Anzahl und Verhält-niß keinen besonder» Regeln unter-worfen ist. Sie müssen allemal nachMaaßgebuiig der Ordnung und desin dein Gebäude mehr oder wenigerherrschenden Rcichthums ausgesuchtwerden. Man kann aber aus den ^verschiedenen Gesimsen, die auswen-dig und inwendig an den Gebäudenangebracht sind, gar bald den gutenoder schlechten Eefchmak eines Bau-meisters erkennen f).
Einige allgemeine Regeln müssenbey jedem Gesims wol in Acht ge-nommen werden. Seine ganze Höhe,
wenn
") S. Gcbcklk.
") S. Ganz.
s) S. Glieder.