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2 (1792) [E - J]
Entstehung
Seite
403
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G e s

diese Tanze überhaupt kommen in ei-nem andern Artikel vor *).

Gesicht.

(Zeichnende Künste.)

Dieses Wort wird bisweilen alseinKunstwort gebraucht, um bcy Zeich-nung der Figuren ein gewisses Län-geumaaß auszubrüten, welches, wieder Model in der Baukunst, zur Ein-heit angenommen wird. Weil mangefunden, daß bei) einem wolgewach-sencn Menschen die ganze Lange desKorpers, so wie seine Breite bcy ge-rade ansgestrekten Armen von derSpitze des längsten Fingers der ei-nen Hand bis un die Spitze desselbenan der andern, ohngcschr zehnmaldie Lange des Gesichts vom Ansangder Stirnc bis unter das Kinn, aus-mache, so hat man die Gesichtslängeüberhaupt zum Maaßstab der Gros-sen angenommen.

Dieselbe wird in drey Theile ge-thcilt, wozu die Natur selbst denWink gegeben, indem sie die Hoheder Stirn, die Lange der Nase, unddann die Lange von der Nase bis un-ten an das Kinn gleich gemacht hat.DiescrDrittel des Gesichts wird aucheine Nase gcnennt.

Gesichtskreis.

(Zeichnende Künste.)

Bedeutet den ganzen Raum, den einMensch mit unverwandtem Auge aufeinmal übersehen kann, oder würk-lich übersieht. Es kömmt in denzeichnenden Künsten bey verschiedenenGelegenheiten viel darauf an, wieweit der Gesichtskreis ausgedehntoder eingeschränkt werde. Wenn mansetzet, das Auge liege in dem Mit-telpunkt einer hohlen Kugel, so istohngcfähr dicHälfte der, vor dem Au-ge liegenden, Hälfte der Kugelfläche

*) S. Tanz.

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ihr Gesichtskreis. Dieses wird ausfolgender Vorstellung deutlich werden

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Bey a ist der Mittelpunkt des halbenZirkels clg h k e, den man sich ent-weder in einer waagerechten oder ineiner senkrechten Flache liegend vor-stellen kann. In diesem Punkte liegtder Stern des Auges, wodurch dasLicht fallt. Nun können zwar ausjedem Punkte des halben Zirkels,wenn man nur die Punkte e und 6ausnimmt, Lichtstrahlen in dasAugefallen; aber die Strahlen, die eindeutliches Sehen verursachen sollen,müssen so einfallen, daß sie auch zu-gleich durch die so genannte crystalle-ne Linse des Auges b c durchfallen,die in einiger Entfernung hinter demAugenstern liegt. Daher kann keinPunkt der Bogen <i g oder e k sicht-bar werden, und nur die Punkte desZirkels, die in dem Bogen kg b lie-gen, sind sichtbar. Wenn man nunsetzet, daß sich der Zirkel an der Linies U, als an einer Axe herumdrehte,so beschreibet der Bogen kg b eine Ku-gclfläche, die der eigentliche Gesichts-kreis des Auges ist. Alles, was inder Höhle der Kugel außer dieser Fla-che liegt, ist unsichtbar.

Ganz genau laßt sich die Größe desVogens kgK nicht bestimmen, weilder Abstand der crystallencn Linse vomAugenstern nicht immer gleich ist.Man kann indessen zum Behuf derzeichnenden Künste für gewiß anneh-

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