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andern durch einen besonder» Ge-schmak unterscheiden, so ist rein Zwei-fel, daß diese Volker die Kunst inStein zu schneidcu würklich besessenhaben.
Also ist allem Ansehen nach dieKunst im Orient entstanden, und hatsich von da aus nach Aegypten, Klein-asien, Griechenland und Italien aus-gebreitet. xvinkelmann halt dafür,daß einer der ältesten griechischenSteine, woranfder sterbende Gchrya-Ves vorgestellt ist, zu den Zeiten desAnakreonsverfertiget worden*). Erzeuget von einer noch etwas rohenKunst. Man findet bey den Altenden Namen eines SteinschneidersTheodors von Samos, der den be-rühmten Stein geschnitten habensoll, den Polpkraxes in seinem Pet-schaftring getragen hat. Aber die-ses ist nicht die älteste Anzeige dieserKunst unter den Griechen; denn eserhellet aus dem Gesetze Solans,dessen Diogenes Laertius Erwähnungthut, das dem Steinschneider, dereinen Pctschaftring verkauft, verbie-tet, den Abdruk davon zu behalten,daß diese Kunst in Athen schon vorder qoOlympias ganz bekannt müssegewesen seyn.
Einige etruskische Steine tragendie Zeichen eines sehr hohen Alters.Herr rvinkelmann beschreibt ei-nen, worauf fünf von den Heldendes ersten thcbischen Krieges vorge-stellt sind, deren Namen in uralter,von der Rechten zur Linken fortlau-fender Schrift darauf eingegrabensind. Ein andrer etruskischcrSteins)stellt den Tsdeus vor, der sich einenPfeil aus dem Fuße zieht. Der Na-me des Helden ist ebenfalls in der bc-meldten alten Schreibart daraufcin-gegraben, aber die Arbeit ist in An-
*) Ocicript. 6es Pienes zravses Nu keuLarcm Ne Lcotcd p. 40z.
") auf der Z44 Seite des gedachtenWeeks.
s) das auf der Z46 Seite,
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sehung der Zeichnung, der guten Ver-hältnisse und der Nettigkeit der Aus-führung, fürtrefflich. Und hierauserhellet, daß die alten Ctruskcr dieseKunst sehr frühe besessen haben.
Bey den Griechen hat sie zu denZeiten des Alexanders den höchstenGipfel der Vollkommenheit in Anse-hung der feinen Zeichnung, der scho-nen Verhältnisse und der edlen Stel-lungen der Figuren, erreicht. Herrxvinkelmann scheinet zu weit zu ge-hen, wenn er aus dem sterbendenOthryades schließt, daß die Kunst inStein zn schneiden um die Zeiten desAnakreons bey den Griechen über-haupt noch nicht hoher gestiegen sey,als sie auf dem bemeldten Steine sichzeiget.
In Griechenland blühete die Kunstbis auf die Zewen der romischen Kai-ser, da einige fürtrcffliche Künstlerin dieser Art nach Rom zogen, undsie daselbst in Flor brachten. Manbewundert mit Recht die Arbeit einesDiostorives, eines Solans, einesLLvoVus, eines Hsllus und andrer *),welche unter den ersten Kaisern dieseKunst in Rom getrieben haben. Esist ungewiß, ob die Romer sie schonbesessen haben , che die Griechen siezu ihnen herüber gebracht. Ihregriechische Abkunft wird dadurchwahrscheinlich, daß in der lateini-schen Sprache kein Wort ist, das dengriechischen Namen eines Stein-schneidcrs ""I ausdrükt. Unter denvielen Namen der alten Künstler, dieman noch hier und da auf den Stei-nen liest, sind kaum ein Paar würk-lich römische. Also waren es mei-stens Griechen, die in Rom dieseKnnst getrieben haben. Sie bliebauf einem merklichen Grad der Voll-kommenheit bis auf die Zeit des
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') S. ttemmze gnriguse Cael-nse leg!-pwrum nolninibus inlixnirse s?lnl,äe Zrotck, 1724. kol.