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2 (1792) [E - J]
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G e s

sie blos als Werke der zeichnenden de Aeußerung des guten GeschmaksKünste betrachtet. wird darin angetroffen. Die Zcich-Einige dieser Steine sind die alte- nung ist von der höchstenRichtigkeit,,sten Ueberbleibsel dieser Künste; an- dabey so frei) und so leicht, daß siedre werden mit Recht auch unter die das wahre Gepräge der Natur aufvollkommensten Werke derselben gc- den ersten Blik zeiget. Auch in denrechnet: zur Geschichte dieser Kunst kleinesten Köpfen zeiget sich die Schön-in Absicht auf das Alterchum, sind heit mit Anstand und Würde. Diesie ohne allen Strctt die wichtigsten Stellungen sind, nach BeschaffenheitMaterialien. Ihre große Menge, des Ausdruks, wahrhaft und höchstihr verschiedenes Alter und ihre bey- anständig; jeder Gegenstand ist voll-nahe ganz vollkommene Erhaltung, kommen das, was er seyn soll. Alsoda die meisten noch eben so sind, wie ist ein unablässiges Studium diesersie aus der Hand des Künstlers ge- Steine nicht nur dem Zeichner, son»kommen, erlauben uns, die Ge- dern jedem Menschen, dem an Bil-schichte der zeichnenden Künste bey- dnng des Geschmaks gelegen ist, aufnahe von ihrem Ursprung, bis auf das Beste zu empfehlen,ihren gänzlichen Verfall zu verfolgen. Zum Glük hat man leichte Mittel,Nirgend erscheinet der crfindrische diese fürtrefflichcu Werke der KunstGeist verschiedener alten Volker, der überall auszubreiten; durch Abdrükefast unbegreifliche Fleiß der griechi- in Siegellak, Abgüsse in Schwefelschen Künstler, ihr großer und fei- und andre Materien, kann man siencr Gcschmak, ihre glüklichc Phan- mit der größten Leichtigkeit vcrviel--taste die höchste Schönheit der For- faltigen*); und für den Künstler undmcn auszndrüken, in Heilerin Licht, Liebhaber der Kunst hat cingmerAb-als in diesen Werken. Sie werden druk den Werth des Originals selbst,deswegen von allen Kennern für die Man hat deßwcgen nicht nöthigRei-wichtigstcn Hülfsmittel gehalten, ftn anzustellen, um die Eabinettecdas Auge zur Empfindung des Echo- oder Sammlungen gcschiiittenerStei--ncn zu bilden. Wenn man wenige ne zu sehen; jeder Liebhaber kann mitantike Statuen ausnimmt, so hat mäßigen Kosten die schönsten davonder Zeichner nichts vollkommencrs, sich anschaffen, und also taglich vorals diese Steine, um sein Auge und Augen haben,seine Hand zur Vollkommenheit der Es ist bereits erinnert worden, daßKunst zu üben. die Kunst in harte Steine zu schnei-Wegen der edlen Einfalt in Dar- den von hohem Alterthum scy- Insiellung der Schönheit, und des kräf- Aegypten muß sie schon zu MosestigstcnAusdruks der Bedeutung, die- Zeiten im Gebrauch gewesen seyn, dancn sie überhaupt zur Bildung des um dieselbe Zeit der SteinschneiderGeschmaks. Der, dem es gcglükt gedacht wird**), welche die Namenhat, die ganze Vollkommenheit dieser der zwölf Stämme in Onych cinge-Wcrke zu fühlen, hat dadurch allein graben. Man findet auch, daß schonseinem Gcschmak die völlige Ausbil- in der ältesten Geschichte derBabylo-dung gegeben. Wessen Phantasie und mer und Perser der Fingerringe mitGeist den Geist, der aus denselben Steinen gedacht wird; und da manso hell hervorleuchtet, gefaßt und noch einige geschnittene Steine vonsich zugeeignet hat, der kann schwer- persischem Inhalt hat, die sich von

sich in irgend einem Gegenstände desGeschmaks ein schwaches oder fal-sches Gefühl behalten; denn fast js»

') S. Abgösse.

") » D. Mos. XXXIX. 6.

andern