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das genaueste muß abgemessen seyn,kommt die Richtigkeit der Bewegungund des Takts fast lediglich auf diegenaueste Abmessung der Dauer einesjeden Tones an. Daher müssen dieNoten jede Abmessung der Zeit genauausdrücken-
In den alten Zeiten wurden dieTöne blos durch Punkte, oder andreZeichen lNoten) angedeutet, ans de-nen man die Hohe der Tone erkennenkonnte; die Dauer derselben wurdedurch die prosodische Lange der Syl-ben bestimmt. Damals hatte dieMusik weder Takt »och Bewegung,und der Gesang glich einem langsamfortfließenden Strohm, in dessen Laufman weder Schritte noch Abschnittewahrnimmt. So bald man aberTakt und Rhythmus in den Gesangeinführte, mußten die Noten auchvon verschiedener Geltung seyn. Manweis nicht recht, zu welcher Zeit diese,au Geltung verschiedene, Noten er-funden und. ei »geführt worden sind.Insgemein schreibt man diese Erfin-dung dem Johann von Muris zu,und setzet sie um das Jahr i gzo.Rousseau halt sie, und wie es schei-net aus guten Gründen, für vielalter
Anfanglich, als man, wie es schei-net, nur noch die Choralgcsänge inNoten setzte, waren diese von fünfer-lei) Geltung; ihre Figuren, wie sie ge-genwartig geschrieben werden, ihreNamen und Geltung sind, wie hierzu sehen ist:
8Takte.4Takte.2T.akte. 1 T.HT.
Kszxi- I.on- vre- Lemi- leiini-ms. gz. vis. brevis. ms.
Chcmal aber hatte dieselbe Notenicht allemal dieselbe Geltung; denndie Maxima galt bisweilen zwey, bis-ch OiÄion. lle dtus, /Vrr. Vsleur.
weilen drey Tongas, nach Beschaf-fenheit des Modi 5).
Man hat sich lange mit diesen fünfNoten beholfen, die auch noch itztzum gemeinen Choralgesang hinläng-lich sind. Aber nachdem die figuritteMusik aufgekommen, brauchte manauch noch mehrere Zeichen der Gel-tung. Die Noten und ihre Geltung,wie sie gegenwärtig in der figurirtcnMusik gebraucht werden, sind in die-ser Vorstellung zu sehen:
«Takt. 4 Takt. iTakt.
Gänze,
Halbe.
Viertel.
^5 Takt.
—!—l—; !
^ Achtel.
Takt. ---'-Takt.
Zwe» unddrcyßigt.
Sechs-zehntel.
Die Achtelnoten werden auch einmalgeschwänzt, die Sechszchntel zwey-mal geschwänzt u. s. f. genennt.
Ordentlicher Weise gehen zweyAchtel auf ein Viertel; man nimmtaber auch bisweilen drei) Achtel aufein Viertel, alsdenn werden sie Trio-lcn gcncnnt *ch.
Diese Geltungen bestimmen abernicht die absolute Dauer, sondernnur die Verhältnisse derselben. Dennder ganze Takt dauert, nach Beschaf-fenheit der Bewegung, langer oderkürzer; also ist die absolute Daueraus der Geltung der Bewegung zu-gleich zu bestimmen. So gilt diezweymal geschwänzte Note zwar im-mer ein Scchszehntcl des Taktes;aber dieses Sechszehntel ist sehrkurz im Allegro, und weit länger imAdagio.
Zur Geltung rechnet man auch denhinter der Note gesetzten Punkt, der
Z) 4 denn
-) S. Xoussei>u viüion. ^rt. öloä« am
Ende.
") S. Triolcn.-