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2 (1792) [E - J]
Entstehung
Seite
342
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viel leeres sey, als die Dike des Hal-ses einer Dokke beträgt.

Diese Geländer versteken das Dacheines Gebäudes, und geben ihm da-her ein besseres Ansehen. Man fin-det sie an keinen antiken Gebäuden,und Vitruvius gedenkt ihrer nicht.Die flachen Dacher der Alten mach-ten sie auch nicht so nothwendig, alssie uns sind. Vcrmuthlich haben dieAlten zur Verwahrung gegen dasHerunterfallen von Dächern massiveBrustwehren gemacht.

Von den eisernen Laubgeländernhaben wir hier nichts zu sagen, weilsie mehr unter ganz willkührlicheZicrrathcn gehören, und ein Werkdes Schlossers sind. Eine MengeZeichnungen solcher Geländer kannman bei) ZOaviller finden.

lieber diesen Artikel s. Allgemeine deut-sche Bibl. B> 2Z. S, 8g. wo vorzüglich teTieres Docken empfohlen der Arti-kel, in Ansehung der vergessenen Lnrrelszberichtiget und zu den eisernen Laub«geländecn vorzüglich die dazu, von Vlon-del und Briccux gelieferten Zeichnungenvorgeschlagen werden.

Gelenke.

(Zeichnende Künste.)

Aie Stellen, da ein beweglichesGlied an ein anderes Glied anschließt.Das Wort wird zwar auch in me-taphorischem Sinn genommen; dennman sagt auch von einer steifenSchreibart, sie sey ohne Gelenke. Inso fern bedeutet dieses Wort cineleich-teVerbindung verschiedener zu einemGanzen gehöriger Glieder. Was zudiesem Begriff gehört, kommt weiterunten in dem Artikel, Glied, vor:also wird das Wort hier nur in demeigentlichen Sinn, da von Gliederndes menschlichen und thicrischen Kör-pers die Rede ist, genommen. Wiedie Natur an den Gelenken eine große

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Kunst bewiesen hat, so ist auch dierichtige Zeichnung derselben ein schwe-rer Theil der Kunst, der zwar keinGenie, aber desto mehr Studium,Fleiß und Ncbung crsodert.

Der Zeichner, der nicht eine sehrrichtige Kcnntniß dieses Theils derAnatomie hat, der die Ostcologie ge-nennt wird, kann hier nicht fortkom-men. Also sollte jeder Zeichner flech-sig bloße Skelette abzeichnen, umsich diesen Theil der Kunst völlig ge-läufig zu machen. Dazu muß aberauch ein lang anhaltendes Zeichnen,nach lebendigen Modeln von verschie-denem Alter und von verschiedenerLeibesbeschaffenheit kommen. Denndie äußere Form der Gelenke ist nachBeschaffenheit des Alters, und dermagern oder fetten Leibcsbeschaffcn-heit gar sehr verschieden. Eine Fi-gur, darin, nach der Stellung undübrigen Beschaffenheit der Sache,die Gelenke mit völliger Richtigkeitausgedrukt sind, bekömmt dadurchein ungemeines Leben. Wo hinge-gen in diesem Stüke gefehlt wird, daist alles übrige der Kunst verloren.Der erste Eindruk, den eine gezeich-nete Figur machen muß, ist das Ge-fühl der vollkommen natürlichenForm, ohne welches der Begriff derSchönheit nie statt haben kann. DasMangelhafte der natürlichen Formaber empfindet man sogleich, wennin der Zeichnung der Gelenke etwasversehen ist. Dcßwcgen muß jederZeichner diesen Theil mit der größtenSorgfalt studircn.

Geltung.

(Musik.)

Ist in der Musik die verhältnißmas-sigc Dauer einer Note, oder vielmehrdes Tones, den sie bezeichnet. Schonin der Rede beruhet der Wolklanzgrößtcntheils aus der verhaltnißmas-sigen Länge und Kürze der Sylben;aber in der Musik, wo der Gang auf