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Witz und Wolklang haben, als mannatürlicher Weise von einem Men-schen, der seine Gedanken und Em-pfindungen in denselben Umstandenausbrüken würde, erwarten konnte.Denn das, was darin zu viel ist, Ver-rats) den Künstler, welcher über dieNatur hat heraus gehen wollen.Die wahre Kunst ist der richtige Ans-druk der schonen Natur; das Ucber-tricbene der Kunst oder Gekünsteltegicbt der Natur einen Zusatz, der ihrwahres Wesen verstellt.
Weil man also bcpm Gekünsteltennicht sowol die Natur, als den ihrangehängten Schmuk gewahr wird,so thut es dem Zwek des Werks gros-sen Schaden, und wird deßwegenwidrig. Es hemmt die wesentlichenVorstellungen, und ist wie Unkrautanzusehen, das die nützliche Saat cr-siikt, und darum nicht weniger scha-det, wenn es schon und frisch wachst.Asm Ula, sagt Quintilian *), quaspuram satentur et tiäka atgus eom-petita viäeri etiam volunt, nee Ava-tism conleguuntur, et kiäem amit-tunt, propter ick guocl sensu« obum-braut et velut laeto Äramine latalkranÄulant.
Man verfallt aber in das Gekün-stelte, sowol wenn man den Endzwckder Künste blos im Ergötzen und Ge-fallen setzet, als wenn man die Gran-jen des Acsthctifchcn überschreitenwill, »nd niemal genug haben kann.Wer alles auf das Ergötzen hinfüh-ren will, der übersteht den eigentli-chen Gebrauch derDinge, und machtGegenstände, die in ihrer einfachenNatur schätzbar stnd und deßwegengefallen würden, zu Spielsachen undj» Gegenständen der bloßen Einbil-dungskraft, die alsdenn natürlichdenkenden Menschen nicht mehr ge-fallen können. Die wahren Grau-jen des Acsihctischen werden dadurchbestimmt, daß jede Sache dasjenigeIn prölkm. I.. VIII.
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sinnlich vollkommen sey, was sieseyn soll; und sie werden überschrit-ten, wenn man einer Sache Annehm-lichkeiten anhängen will, die ihr We-sen nicht nur nicht vollkommenermachen, sondern wol gar verderben.Zu einer vollkommenen Mannspersongehört allerdings, außer der Männ-lichkeit und Starke des Leibes undGcmüths, auch ein gewisses gutesAusehen. Man übertreibt aber dieseVollkommenheit, wenn man ihm dieSchönheit eines Frauenzimmers ge-ben will; und man zersiohrt sie ganz,wenn man ihm durch Beraubungder Mannheit ein schöneres Ansehengicbt. Dieses thut der Künstler, derseine Werke gekünstelt macht. Hier-bei) drükt sich Quintilian in folgen,der Stelle, die sowol aufandre Kün-ste, als auf die Beredsamkeit paßt,fürtresiich aus: Oselsmationes —.
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*) (Zuint. Inlt,