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des hat eine ganz andre Tapferkeitals Ajax, Achilles ist ein Held voneiner andern Art als Hcktor. Undeben so hat es Milton mit seinen ge-fallenen Engeln gemacht. Alle sindvon teuflischer Bosheit, aber eineranders als der andre! jeder hebt denandern, wenn man sie neben einan-der stellt. Dieses ist die Gattungdes Gegensatzes, welche den Mah-lern vorzüglich empfohlen wird, wennman ihnen rathct, die Stellungen,Bewegungen und Charaktere ihrer Fi-guren abzuändern, und insonderheit,die, so nächst an einander stehen, inihrer Art verschieden zu machen.
Die besondere Würkung dieses Ge-gensakcs besteht in der Vermehrungder Mannigfaltigkeit und Vermei-dung der ermüdenden Einförmigkeit.Hiernächst aber heben sich auch diecntgegengcsctztcnDingewcchselsweise.Eines bestimmet die Beschaffenheitdes andern näher, man unterscheidetjeden einzeln Umstand besser, da maubey gleichen Wesen eine Ungleichheitin den zufälligen Stäken bemerkt.So hebt die ansehnliche Gestalt unddie sanfte Farbe der Lilie die feurigeSchönheit der Tulpe; und die Wein-traube mit den vielfältigen Gruppi-rungen ihrer Beeren erhebt die ein-fache Gestalt des Apfels. Das schön-ste Beyspiel dieses Gegensatzes giebtuns die coriuthische Säule, wo alleThcile zwar regelmäßig, gegenein-ander wol abgemessen, und schonsind; aber die beständige Abwechs-lung des Ekigten mit dem Runden,des Flachen mir dem Gebogenen, desGlatten mit dem Geschnitzten, desEinfaelfm mit dem Verzierten, einevollkommen angenehme Würkungthut.
Die dritte Art des Gegensatzes fetztDinge von einer Art, die nur inGraden von einander verschieden sind,neben einander, um den höchstenGrad, der über den Ansdruk wäre,' fühlbar zu machen. Dieses Kunst-
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griff's hat sich Homer in Absicht aufden Achilles bedienet. Er hat dieTapferkeit andrer Helden, des Ajax,Diomedes, Hektors und andrer sobeschrieben, daß es schwer oder garunmöglich war, den, AchilleS-unmit-telbar größer zu schildern. Waskonnte er von ihm sagen, das star-ker war, als er von jenem schon ge-sagt hatte? Er fiel also darauf, siegegen einander zn setzen. Bey dengrößten Thaten, welche die Griechenthnn, sehnen sie sich nach dem Ae-stl-les. Diesen Haupthelden bringt eruns immer, bey den größten Thaten,vor das Gesicht, als einen, der nochweit größere Dinge thun würde. Die-se Gattung des Gegensatzes bringtoft das Erhabene hervor. Manstellt uns das Größte vor, das ge-dacht werden kann, und setzt noch et-was darneben, das weit größer ist.So stellen uns oft die heiligen Scri-beuten die fürchterliche Macht derElemente, des Sturmwindes, desbrausenden, alles überwältigendenMeeres vor, und ein einziges Wort,oder einen einzigen Wink der All-macht dagegen, dadurch iene fürch-terliche Macht auf einmal zu Bodengeschlagen wird. Von dicscrArt istauch das Erhabene durch den Gegen-satz beym Virgil, da Neptun durchein Wort das greuliche Brausen derSturmwinde legt.
Der Gegensatz ist ein Mittel dieSachen zu vergrößern, oder zu ver-kleinern, oder überhaupt ihnen Nach-druk zugeben. Er kann einen höhernGrad des Traurigen, und des Lusti-gen oder Lächerlichen hervorbringen,und so gar das Erhabene würken.Dieses fühlt mau, wenn Horaz vonder Europa sagt?
Iguper in prariz tiuäiotz llnrum oc
Debirse dlxmpkis vpikex coronzc,
dloöle lubluttti nibil sllr» prsecerViäir ec unäs5 *).
Von
" -) L.III. 06. ,7.