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Sccnen dcn Gärten die größte Schön-heit giebt *).
Gegen druk.
(Zeichnende Künste.)
Eine Zeichnung 5 welche durch dasAbdruken von einer andern entstan-den ist. Wenn man z. B. einenfrisch gemachten Kupferabdruk, in-dem die Farbe noch naß ist, auf einweißes angefeuchtetes Papier legtund mit bepden noch einmal durchdie Presse fahrt, so drukt sich vondem rechten Kupserblatt alles aufdas andre Papier ab, wiewol dieFarbe iu diesem Gegcndruk vielschwächer wird, als sie in dem er-sten von der Kupferplatte gemachtenAbdruk war.
Auf eben diese Weise kann manvon einer mit Rothe!, oder fettemBleystift gemachten Zeichnung einenGegendruk machen, wenn man einfeuchtes Blatt Papier darauf legt.Auf diese Art kann man eine Zeich-nung verdoppeln, ohne sie nachzu-zeichnen.
Der Gegendruk stellt alles inVer-gleichung des Blattes, wovon er ge-macht worden, verkehrt vor. Mit-hin sieht man in einem Gegendrukvou einem Kupferblatt die Zeichnungso, wie sie auf der Kupfcrplatte ist.Er dienet also dem Kupferstecher zueiner leichtern und geschwinder» Vcr-gleichung des Abdruks mit der Plat-te, wodurch er untersucht, ob jederZug und Strich sich gehörig aus-denke.
Es werden aber auch Gcgcndrükeauf die gegründeten Kupferplattengemacht, damit der Kupferstechernicht nöthig habe, auf dcn Grund zuzeichnen. Solche Gegendrüke kom-men den Kupferstechern zu statten,die in der Zeichnung selbst nicht starkgenug sind. Man zeichnet nämlich
*) S. Gartenkunst.
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erst die Originalzeichnung durch '),und drükt denn dieselbe auf den Fir-nis des Kupfers ab. Will man aber,daß die Abdrüke der Kupfcrplatte dieOriginalzeichnung nichtverkehrt, son-dern auf dieselbe Art vorstellen, somuß man von der Durchzeichnungerst einen Gegendruk machen, unddenn diesen auf den Grund der Ku-pferplatte wieder durchzeichnen. Eineausführlichere Beschreibung hievonfindet man in des Abt Pcrnetti vi-ökionnaire portstik im Artikel Loo>treepreuve.
Gegensatz.
(Schöne Künste.)
Mir drükcn mit diesem Worte aus,was man sonst mit dem franzosischenWort Loncrast bezeichnet, nämlichdie Erhebung, oder lebhaftere Wir-kung eines Gegenstandes, in so fernsie aus der Verglcichung desselbenmit einem Gegenstand, der ihm un-ähnlich ist, entsteht. Der Gegensatzist also einigermaßen das Gegen-theil der Verglcichung. Diese be-würkt die Lebhaftigkeit der Vorstel-lung durch Aehnlichkeit; der Contrastbewürkt dieselbe durch Uuahnlichkeit.Wenn man einen brutalen Menschenneben einem kaltsinnigen und gelas-senen zugleich sieht, so wird unsreVorstellung von der Heftigkeit deseinen durch das gelassene Wesen desandern lebhafter. Es ist eine be-kannte Regel, daß entgegengesetzteDinge, neben einander gestellt, sichwechselsweisc heben. Oppoln» juxt»le polita niiiFis eluoeiaunt. Denndurch die Gegeneinanderhaltung be-kämmt man nicht allein ein Maaß,wornach man die Große der Gegen-stande schätzet, sondern man bekömmtzugleich auch einen Begriff von dennicht vorhandenen oder negativenEigenschaften der Dinge. In dem
vor-
*) S. Abzeichnen.