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2 (1792) [E - J]
Entstehung
Seite
331
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G e g

Aber, wie gesagt, dieses geht erstalsdenn an, wenn der Gesang schoneine Zeitlang gedauert hat und derTon völlig eingeprägt ist.

- Es ist eine allgemeine Regel, daßder Gefährte seinen Gesang eineQ.nintc oder Quarte höher oder tieferanfangen und enden müsse , als derFührer. Da mm der Führer in je-dem Intervall von seiner Tonica an-fangcnkann, so hat auch der Gefähr-te so viel verschiedene Anfangsnoten.Man hat eine Fuge von dem alten.Dacv, aus dem lest« dur, da der Füh-rer in der großen Septime und derGefährte eine Quinte höher, und al-so im Tritonus des Hanpttones an-fangt. Einen sehr umständlichen Un-terricht von der Beschaffenheit desGefährten findet man in MsrpurgsAbhandlung von der Fuge.

Gegenbewegung.

(Musik.)

Eine von den drei) Arten, nach wel-chen in zwcy Stimmen die Fort-schreitung des Gesanges geschieht,nämlich die, da die eine steiget, in-dem die andre fallt. Diese Bewe-gung ist in gewissen Fallen nothwen-dig, um verbotene Octaven undQuinten zu vermeiden *).

Gegend-

(Mahlercy.)

Es scheinet, daß dieses Wort einenbcsondern Theil einer Landschaft aus-drüke, der sich durch einen eigenen

*) S. Fortschreitung.

Geg . zzr

Charakter unterscheidet. Man sagteine wilde, rauhe, '-infame Gegend,Die Landschaft würde aus niedremGegenständen bestehen können; dieGegend selbst aber würde blos ausihren einzeln Theilcn, als Felsen,Bäumen, ec. bestehen.

Von den Gcmähldcn, die manLandschaften nennr. würden also nurdiejenigen den Namen der Gegendentragen, die eingeschränkte, und blosdergleichen einzele Scencn vorstellen,die wir Gegenden nennen, als Was-serfalle , von Felsen eingeschlossenePlatze und dergleichen: diejenigenaber, die weitere Aussichten vonverschiedenen Gründen vorstellen,würden den Namen Landschaften imeigentlichen Sinn behalten. In die-sem Sinn würde man sagen, Ber-ghem, Tciniers, Waterloo, habenmcistenthcils Gegenden; Breügel,Claude Lorrain, Swaneveldt, habenmeistcntheils Landschaften gcmahlt.

Gegenden, wenn sie gut gewähltund mit gehöriger Kunst gemahltsind, haben etwas stark anziehendes:und in der leblosen Natur ist nichts,das uns interessanter vorkömmt.Jede Gegend ist einsam; aber bcydiesem allgemeinen Charakter kanneine große Verschiedenheit des Em-pfindsamen statt haben. Es gicbtfürchterliche, schrcklichc, melancho-lische, fantastische, reizende, bczau.bernde Gegenden. Eine gemahlteGegend kann demnach mancherlcyund große ästhetische Kraft haben.Wer etwa eine kleine sittliche Scenevorstellen will, und dazu eine demCharakter des Stüks gemäße Sceneausgesucht hat, der kann dadurchGemählde von großer Kraft er-halten.

Die Kenntniß seltsamer, interes-santer und wol charaktcrisirter Ge-genden, dienet auch zu der Garten-kunst, weil die Anbringung solcher

Scenm