zzo Geb
de la Motte, im iten Bde. S. 5z>.si W. — S. übrigens die Art. Reim,Vers, u. a. in.
G e d r ü k t.
(Baukunst.)
Ist eigentlich dasjenige, was durcheine zu stark aufliegende Last, ausseiner gewöhnlichen Form gekommenist. Man braucht aber das Wort inder Baukunst in einem doppeltenSinn, als ein Kunstwort.
Man nennet gedrüktc Bogen dieje-nigen, die entweder nur einen klei-nen Theil des halben Zirkels, wel-cher der volle Bogen gcncnnt wird,ausmachen, und folglich nur niedrigsind, oder die eine niedrig? elliptischeForm haben. Aber auch dasjenigewird bisweilen gedrükt gcnennt, wasunter einem gmen Verhältnis; zu nie-drig ist, und alfo cingcdrükt, odernicdcrgedrükt scheinet.
Gefährte.
(Musik.)
Ist in der Fuge ein kurzer melodi-scher Satz, der den Hauptsatz, sooft dieser gesungen oder wiederholtworden, in einer andern Stimme,und (nach alter Art zu sprechen) ineiner andern Tonart wiederholt odernachahmet *). Also tritt der Ge-fahrte allemal am Ende des Führersein, und hat seinen Gesang in derplazalischcn Tonart, wenn der Füh-rer die authentische hat, und umge-kehrt.
Es ist im Artikel Luge angemerktworden, daß der Gefahrte dem Füh-rer so ähnlich seyn müsse, als essich, ohne den Ton zu verletzen, thunläßt. Eine völlige Aehnlichkcit ist
') S. Fuge.'
G e f
sowol wegen der verschiedenen Lagedes Mi Fa, als wegen des verschie-denen Umfangs im Führer und Ge-fährten, nicht allemal zu erhalten.Denn wenn der Führer seinen Uni-sang von der Tonica bis zur Domi-nante z. E. von <5 bis ü hat, sobleibet dem Gefährten nur der Raumvon der Dominante zur Octavc derTonica, z. E. von Q bis c übrig undalso ein Ton weniger; denn, wenn erauch den Umfang einer Quinte neh-men, und in I) dur schließen wollte,so würde dadurch der Ton L ganzzernichtet.
Man hat große Vorsichtigkeit nö-thig, daß man mit dem Gefährtennicht aus dem Ton herauskomme.Diese Vorsichtigkeit ist vornehmlichim Anfang der Fuge nothwcndig,bis der Ton dem Gehör vollkommeneingeprägt ist. Denn wenn dieseseinmal geschehen ist, so kann man indem Führer schon etwas mehr Frey-hcit mit Einmischung fremder Tönenehmen. Wenn z. E. in einer Fugeder Führer in ^ mol angefangen,und den Gesang bis in die Domi-nante L fortgeführt hätte, so mußanfänglich der Gefährte mit 15 an-fangen , und dem Führer so ahnlichals möglich nachsingen, aber dochnur bis a steigen. Ist aber einmaldie Tonart recht festgesetzt, so kanndenn der Gefährte auch wol bis Usteigen, und dadurch seinen Gesangdem Gesang des Führers ganz ähn-lich machen, wie hier, wo die untereStimme der Führer, die obere derGefährte ist.