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äi kons eft kapere, kann ans alleKünste angewendet werden: I^inAsu.(ZI kons cit kapere. Gedanken abersind Früchte der Vernunft. Mithinist die wesentliche Grnndeigcnschafteines Künstlers, Benrtheilungskrastund Vernunft. Denn ohne diese stel-let er uns bloße Forme» dar, die ei-nen Schein, aber kein würklichesWesen haben: pulelira kaeiss ee-rebrum r>e>n Iiabsns. Ein bloßerKünstler, der nicht zugleich ein Phi-losoph, das ist, ein vernünftigerMann ist, der wichtige und uns in-teressante Gedanken zu bilden ver-mag, gleicht einem Koch, der zwarallerhand Arten von schmakhaftemGewürz im Vorrath hat, aber kei-ne nahrhafte Speisen, die er damitzu rechte machen konnte.
Wie der Koch eine Speise habenmuß, die er durch seine Kunst zurich-tet und schmakhaft macht, so mußder Künstler Gedanken, das ist, Vor-stellungen, die dem Geiste Nahrunggeben, in Bereitschaft haben, undsie durch die Kunst angenehm oderkräftig machen. Diesen Begriff vonder Kunst müssen die Künstler bestän-dig vor Augen haben, damit sie, durcheine ernstliche Bemühung die wich-tigsten Wahrheiten der Philosophiesich bekannt zu machen, durch einegenaue Beobachtung der Menschenund Sitten, hinlänglichen Vorrathvon Gedanken sich anschaffen. Wernicht fähig ist, wichtige Gedanken inseinem Verstände hervor zu bringen,der hat keinen Stoff zur Bearbeitungfür die Künste. Denn dasjenige,was der Mühe nicht wcrth geachtetwird, ohne ästhetischen Schmuk er-kennt zu werden, ist auch des Auf-wandes der Auszicrung nicht wcrth.Wer, als ein Thor, könnte einschlechtes und unnützes Gefäß inGold fassen lassen?
Bcy einem rechtschaffenen Künstletmüssen Verstand und gesunde Ver-nunft die Gaben seyn, mit denen sich
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Witz und feiner Gesehmakvereinigen.Obne jene wird er ein bloßer Zeitver-treibe!' oder Lustigmacher. Nur einegründliche, große Art zudenken, mitTalenten, die zum Gesehmak gehören,verbunden, machen den großen Künst-ler aus H. Ohne den großen Ver-stand, ohne die wichtigen Gedanken,die Homer als ein Kenner und Beob-achter der Menschen gesammelt, undin seinen unsterblichen Gesängen vor-getragen hat, würde er mit allemFeuer der Dichtkunst, mit allem Wol-klang seiner Verse, mit allen wolge-mahlren Bildern, niemal der Dich-ter der vernünftigen Alccn gewordenseyn.
Nach eben diesen Grundsätzen müs-sen wir alle Werke der Kunst beur-theilen, wenn wir nicht bloße Spieledes Witzes und der Einbildungskraftfür wiehtigeWerkc ausgeben wollen.Ein gründlicher Benrtheiler läßt sichniemal durch die bloße Kunst blenden.Er zieht dem Werk erst das Kleid derKunst ab, um die Gedanken-nakendzu sehen. In dieser Gestalt beur-rheilet cr ihre Wahrheit/ ihre Wich-tigkeit. Findet er bei) dieser Be-trachtung nichts wichtiges odergroßes, so setzet er das Werk indie Elaste der angenehmen Kleinig-keiten.
Man muß es sich Hey Benrthei-lung der Werke der Kunst zur Haupt-maxime machen, jeden Gedanken inseiner nakenden Gestalt zu prüfen.Der Künstler, der dieses versäumt,lauft Gefahr oft nichts zu sagen;denn der SchiNuk blendet. Manglaubet oft mit dem Jxion, die Innoin seinen Armen zu haben, und hatnur ein leeres Phantom. Selbstgroße Künstler lassen.sich bisweilendurch den äußerlichen Glanz vcrfüh.ren, den Gedanken mehr Werth bey-zülegen, als sie haben. Hat nichtder schöne Ausdruk in folgenden Vcr-
sei,
*) S. Dichter.