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2 (1792) [E - J]
Entstehung
Seite
318
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Geb

Geb

drüklich, wenn man nur einiger-mästen empfindet, was man sagt;die Kunst soll ihnen blos den scho-nen Anstand geben. Wer ihnen die--scn nichr geben kann, der bleibe lie-ber bey der ganz rohen Natur. Istsie nicht mit Schönheit verbunden,so ist sie doch nachdrükiich; aberkunstliche Gebehrden, deren Anlagenichr aus der Natur entstanden ist,sind allemal frostig.

lieber die in diesem Artikel von Hrn. S.geäußerte, mögliche Klassifikation und Be-nennung der Gebehrden, gleich den Klassi-fikationen der Naturgeschichte, s. Hrn. En-gels Ideen zu einer Mimik TH-1. S. 7«'so wie über diese Materie überhaupt» dasganze angeführte Werk. Ein anderes,italienisches, borte cle'Lenin, cloLwv.k-nnkociu, Ven. 1616.4. gehört, imGanzen, in so fern hicher, als der Verf.im iten Tl). die Kunst sich durch Gebehr-den auszudrücken lehrt, und im-ten denNutzen der Gcbehrdcnsprache zeigt. AuchderVersuch einer zahlreiche» Folge lei-denschaftlicher Entwürfe . . . gezeichnetlind geätzt ... von I. F. v.Götz, Augcb.,78g. a. 160 VI. welche nichts, als dasDrama, Lenardo und Blandine, nachBürger, darstellen, ist ein guter Be-trag zum Studium der Gcbchrdcnkunstfür den Schauspieler; zum Studium,nicht zur Nachmachun», oder Nachah-mung. S. übrigens den Art. Schau-spielkunst.> Die von der Gebehr-dcnkunst des Redners (seiner Aetion über»Haupt) handelnden Schriften sind beyden Art. Anstand und Vortrag an-geführt.

Gebrochen.

(Schöne Künste.)

Aieses Wort wirb in der Spracheder Künstler in verschiedenen Bedeu-tungen gebraucht. Ueberhaupt be-deutet es etwas, das man nicht ganzoder nicht völlig gelassen hat. Nicht

voll ist die gebrochene Stimme, inder größten Rührung, sowol beyvergnügten, als bey traurigen Em-pfindungen. Da thut sie großeWür-kung auf die Zuhörer, weil sie diehöchste Rührung des Redners weitbesser anzeiget, als seine Worte thunkönnen. Aber eben deßwegcn mußdiese gebrochene Stimme nur da, wodie Rührung am höchsten ist, gehörtwerden.

Gebrochene Farben sind die hel-len Hauptsachen, die einen Zusatzvon andern dunkeln Farben bekom-men und also ihr volles Licht nichtmehr haben. Die Italiener nennensie Mezzctinrcn; im Deutschen wer-den sie auch Mittelfachen genennt,weil sie insgemein zwischen dem Hcl-lesten und dem Dunkelsten in derMitte stehen, und die genaue Ver-bindung des Hellen und Dunkeln be-würfen.

Ein gebrochener AccorS heißt inder Musik derjenige, dessen Töne nicht,wie gewöhnlich ans einmal, sondernhinter emöndcr angeschlagen werden.Auch nennt man einen gebrochenenZöast den, der, anstatt unfeinem Ton,so lang es der Gesang crfodcrt, an-zuhalten, den Grundron wiederholtanschlagt, oder andre dazu gehörigeoder schiklichc Töne durchlauft.

(*) Von den gebrochenen Farbenhandelt, unter mchrern, ausführlich,Hagedorn, in der 48tcn fcincr Betrach-tungen über die Mahlercy, Th. 2. S. 67?.(Von den Mittelfarben überhaupt.)

Gebunden.

(Musik.)

^Dieses Wort wird in der Musik ver-schiedentlich als ein Kunstwort ge-braucht. Gebundene TTocen oderTöne sind solche, die in einer schlech-ten Taktzeit angeschlagen werden,und bis auf eine gureZeit liegenblei-ben.