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erscheinet. Dieses sey von der Ab-sonderung des Stoffs gesagt.
Nun soll er auch zweytens seinemerkliche oder sichtbare Begranzung,seinen Anfang und sein Ende haben.Für die Werke redender Künste istschon anderswo gezeigct worden,was dieses aiif sich habe und wiees ins Werk zu richten sey *).Was an verschiedenen Orten diesesWerks vom Anfang und Ende, vomEingang und dem Beschluß ganzerReden und ganzer Gedichte gesagtworden, braucht hier nicht wieder-holt zu werden. Also bemerken wirnur noch, wie in den redenden Kün-sten auch die kleinern Theile, wennsie gleich unzertrennlich mit demGanzen verbunden sind, doch fürsich wieder kleinere Ganze machen,die ebenfalls ihren Anfang und ihrEnde haben. Jede Periode der Re-de, jedes Glied, so gar meist jedesWort macht wieder ein kleineresGanzes aus **), Also müssen in ei-ner Periode die Worte, und in ei-nem Worte die Sylben, so geord-net seyn, daß das Ohr den Anfangund das Ende empfinden könne.In den Perioden wird dieses durchden rednerischen Accent und den Nu-merus, in den Worten durch dengrammatischen Accent bewürkt. DiePeriode, die ein Ganzes machensoll, muß nothwendig so eingerich-tet seyn, daß die Stimme des Re-denden im Anfang derselben entwe-der voll eintreten, eine Weile sichvolltönend erhalten, und dann all-mahlig wieder sinken, und zuletzt
*) S. Anfang; Ende.
")S. Glied.
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einen merklichen Fall oder Schlußmachen könne; oder, wenn dasVorhergehende mit voller Stimmegeschlossen worden, daß nun in ei-ner neuen Periode die Stimme all-mahlig steigen, und dann auf derandern Hälfte wieder fallen könne.Eben dieses hat auch in einzelnWörtern statt, die ohne die verschie-denen Accente sich nie von einanderablösen würden. Diese Ablösunggeschieht entweder dadurch, daß derAccent auf der ersten Sylbe liegt,da die andern ohne Accente sind;oder auf der vorletzten, wenndie vorhergehenden keinen haben.Durch eine kluge Wahl solcher Wor-te, die, nachdem es der Zusammen-hang erfodert, den Accent bald imAnfang bald am Ende haben, erreichtman, daß jedes sich von den übri-gen besonders ablöset, und für sichzu einem kleinen Ganzen wird, wel-ches wieder geschikt und unzertrcnn.lieh in die Periode verflochten ist.Es würde zu mühsam seyn, dieseallgemeinen Bemerkungen durch diedahin gehörigen einzeln Falle aus-zuführen. Wir begnügen uns de-nen, die dem Wolklang bis auf diebesondersten Ursachen nachspührcn,einige Winke gegeben zuhaben, diesie auf die richtige Spuhr führenkönnen.
Nun sind noch die übrigen Gat-tungen zu betrachten. Wir wollenbey der Baukunst anfangen, weil esda am sichtbarsten ist, wie durchAnfang und Ende ein Gebäude alsein für sich bestehendes Ganzes er-scheint. Man stelle sich diese bcydenFiguren als Außenseiten eines klei-nen Gebäudes vor;
Die