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legenheit recht zu fühlen und denAusgang der Sache zu beobachten.Kann er dieses thun, so sehen wirdiesen einzigen Umstand des troja-nischen Krieges als die Haupt-sache an.
In dieser nothwcndigcn Abson-derung des Stoffs von der Haupt-masse, davon er nur ein Theil ist,liegt der Grund der Regel, die manden epischen und dramatischen Dich-tern vorschreibet, gleich mitten inihre Materie hineinzutretcn, undnicht weit auszuholen. Denndurch Befolgung dieser Regel ver-einigen sie sogleich unsre Aufmerk-samkeit auf das, was wir als einefür sich bestehende Sache ansehensollen. Eben diese Würkung hatauch die Ankündigung, wenn sie nurnicht zu allgemein, sondern kraftigund interessant genug ist, unser gan-zes Gemüthe zu Betrachtung der ei-nen Sache, warum es nun zu thunist, gleichsam zu stimmen *).
Jedes gute Werk, sowol der re-denden als der zeichnenden Künste,zeiget die Veranstaltungen, wodurchsein Inhalt als ein für sich beste-hender Stoff, der ein Ganzes aus-macht, erscheint. Jeder Mahlcrvon irgend einiger Ueberlegung ord-net sein Gcmahlde so, daß das Au-ge bey dem ersten Blik auf dieHauptsache falle, und dieses als denMittelpunkt ansehe, auf den sichalle Vorstellungen vereinigen sollen.Darum ist auch nur in der Haupt-gruppe jedes Cinzcle, sowol in Zeich-nung, als Beleuchtung, auf dasgenaueste ausgeführt; da allesübrige, nach dem Grad der Entfer-nung von der Hauptsache, immerallgemeiner und unbestimmter wird,damit die Aufmerksamkeit nie beson-ders darauf falle. Eben so zeichnetauch der Redner und der Dichternur das, was zum Wesentlichen
*) S. Anfang und Ankündigung.
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des Inhalts geHort, in den kleinc-sien Thcilen aus, damit alles übri-ge sich aus dem Gesicht entferne,das entlegenste aber gleichsam ver-schwinde, und ringsherum seineGranzen habe. Wer von einer An-hohe eine nahe Stadt übersieht, demkommt sie nicht als ein Theil einerganzen Provinz, noch die Provinzals ein Theil des ganzen Landes vor;vielmehr verschwinden alle cinzeleTheile der Gegend, so wie sie sichder Stadt entfernen, allmahlig, daßman die äußersten gar nicht mehrgewahr wird, und diese Stadt mitihrer umliegenden Gegend, als ei-neu von dem iErdboden ganz abge-sonderten Gegenstand, als ein Gan-zes betrachtet. Diese eigene vonallen andern Dingen unabhanglicheExistenz muß jeder Stoff eines Kunst-werks haben. Der Künstler, demes an Verstand und Geschmak nichtfehlet, wird in den hier vorgetrage-nen Anmerkungen Licht genug fin-den, um zu sehen, wie er die Ab-sonderung seiner Materie zu bewür-fen habe. Wir thun nur diesesnoch hinzu, daß die Sorge, denStoff des Werks als ein für sich be-stehendes Ganzes darzustellen, einsehr wichtiger Theil der Arbeit desKünstlers sey. Die Würkung derWerke der Kunst auf unser Gemütheist allemal dem Grad der Aufmerk-samkeit angemessen, womit wir esbetrachten. Was aber nicht alsein für sich bestehendes Ganzes, son-dern als ein Theil eines weit gros-sem Ganzen erscheinet, kann unsreAufmerksamkeit nie ganz haben.Man kann hierin nie zu viel thun.Wer die Hcldenthat der Spartaueran dem Paß Thermopylä zum Stoffeines Gedichts gemacht hat, thutnicht zu viel, wenn er das unabseh-bare persische Heer und selbst denganzen persischen Krieg so vorstellt,daß das kleine Heer der Spartanerimmer, als die einzige Hauptsache,T z crschei-