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2 (1792) [E - J]
Entstehung
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280
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G'undaceorde, sondern Verwechs-lungen andrer Fundamentalaccordeseycn. Diese Leute müssen also nichtwissen, daß die Wissenschaft des dop-pelten Contrapunkts, die viel ita-liänische und deutsche Tonsetzcr un-endlich besser als Rameau verstan-den haben, schlechterdings auf dieseKenntniß der Grundharmonieu ge-bauet sey; indem es im doppeltenContrapunkt unmöglich ist, nur ei-nen Takt ohne die Verwechslung derAccorde zu sehen. Was also mehrals hundert Jahre vor Rameau alle ,guten Tonsetzcr gewußt und tag-lich ausgeübt haben, hat dieser wun-derbare Mann, dieser einzige Ge-setzgeber der Musik, zuerst erfunden.Rameau hat sich unstreitig um dieMusik verdient gemacht; aber dieLeute, die seit einigen Jahren sosehr dreiste schreiben und wiederho-len, er sey der Erfinder der wahrenGrundsätze der Harmonie, verra-then einen so ganzlichen Mangel derKenntniß dessen, was vor ihrer Zeitin der Musik gcthan worden, daßsie billig von einer Sache, die sie sogar nicht verstehen, nicht schreibensollten.

Fünffkimmig.

(Musik.)

To wird ein Tonstük genennt, wcl-clxes aus fünf verschiedenen Parthienoder Stimmen besieht, in welchemalso eine der so genannten Hauptsiim-mcn doppelt ist, oder zwei) Melodienhat, wie wenn zu einem Baß, einemTenor und einein Alt, zwey verschie-dene Discante sind.

Beym fünfstimmigen Satz müssenalso zu jedem Grund - oder Baßtonin den obern Stimmen noch vierandre Töne genommen werden. Daaber der vollständige Dreyklang nuraus Terz, Quinte und Octave be-sieht 5), beym fünfstimmigen SatzS. Dreyklang.

aber noch ein vierter Ton hinzukom-men muß, so muß dieser entwedereine Dissonanz seyn, oder man mußeine von den Consonanzen verdop-peln. Wie bei) ganz consonirendenSätzen die Octave, oder die Terz,oder die Quinte, oder die Sexte zuverdovpcln seyen, ist aus folgendenBcyspiclcn zu sehen:

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Bey Verdoppelung einer Conso-nanz hat man darauf zu sehen, daßdie Terz niemals weggelassen wer-de, weil sie bey jedem Accord no-thig ist. Am besten thut man, daßman die Octave verdoppele; wodieses nicht angeht, die Quinte;ohne Roth aber muß man die Terz,zumal die große, nicht verdop-peln. Ans diesem Grunde hat manin dem mit * bezeichneten Accorddie Octave ganz weggelassen, weilder Baßton die große Terz des ei-gentlichen Grundtones L ist, diesich nicht leicht verdoppeln läßt. Beydissonircndcn Accorden kann die Dis-sonanz nicht verdoppelt werden,weil offenbar bey den Auflösungenderselben Octaven entstünden. Manverdoppelt also allemal eine derConsonanzen; nur muß man beyden Vorhalten die Consonauz nicht

ver-