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2 (1792) [E - J]
Entstehung
Seite
279
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Fun

kann der Führer nicht gsüklich erfun-den werden. Man muß sogleich vor-aussehen können, auf wie mancher-lei) Art er nachzuahmen ist, und wasfür Schwierigkeiten dabei) vorkom-men können. Und da auch die Ge-gensatze aus dem Führer müssen ge-nommen werden, damit man einewahre Einheit des Gesanges erhalte,so muß er auch dazu tüchtig seyn.Er kann übrigens in jedem Intervallseiner Tonica anfangen, und jede Artder Bewegung haben').

Kundamentalbaß.

(Musik.)

Ast in einem geschriebenen Tonstükeine Rcyhe tiefer Noten, die die wah-ren Grundtöne der Harmonie anzei-ge». Nämlich der Baß, welcher ge-sungen oder gespielt wird, enthaltnur die tiefsten Töne, aber nicht alle-mal die Grundtöne dcr Accorde, weilverschiedene Accorde in ihren Ver-wechslungen genommen werden **).Folgendes Beyspiel wird dieses er-läutern :

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1

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Hier enthalt das obere Liniensystemdie Noten des Basses, so wie siegespielt werden; das untere aberdie Noten, welche die eigentli-chen Grundtöne des Accords an-zeigen , und ist also der Fundamen-talbaß, der auch Grundbaß ge-nennt wird.

Dieser Baß ist also nicht zumSpielen, wird auch selten, und inDeutschland fast niemals geschrieben.

') S. Gcf-lbrtc.

") S. Acrwcchslun».

F u n 279

In zweifelhaften Fallen, wo mananstehen könnte, auf welcher Grund-harmonie gewisse Accorde beruhen,kann er sogleich die Zweifel heben,wie aus folgendem Beyspiel zu se-hen ist:

9

....

7

-O..

Man könnte hier den Septimenac-cord auf dem Ton (Z für den we-sentlichen Septimcnaccord auf derDominante des Haupttones halten *),und sich wundern, warum nachdemselben nicht ein Schluß nach Lerfolgte. Der darunter geschriebeneFundamcntalbaß zeiget, daß diesesein verwechselter Scptnonenaccordauf dem Grnndton k sey, aufwelchen der Schluß nach ^ gesche-hen muß.

Wer nur einigermaßen mit denwahren Regeln der Harmonie be-kannt ist, hat selten nöthig, daßihm dieselbe erst durch einen Funda-mentalbaß erläutert werde. Daherkömmt es, daß in Deutschland undItalien des Fundamentalbasses ehe-dem nie, und noch itzt selten gedachtwird, ob man gleich oft von derGrundharmonie spricht. Rameauhat zuerst einen geschriebenen Fun-damentalbaß eingeführet, daher sei-ne kandslcute ihn für den Erfinderdesselben ausgeben. Einige dersel-ben sind so unwissend, daß sie mit lä-cherlicher Dreistigkeit vorgeben: Ra-meau habe die Wissenschaft der Har-monie, die vor ihm sehr ungewißgewesen, zuerst auf Grundsätze zu-rük geführt, und zuerst gczeiget,daß gewisse Accorde keine wahren

S 4 Grund-

») S. Septimenaccord.