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verschiedenen kehrartcn in der Tomposttion,als Vorbereitung zur Fugenkenntniß, Beel.»78-. — und F. W. Macpurg selbst,im 6len Kap s. Anhanges zum Handbuchbei, dem Generalbaß . . . Verl. 1761. 4.
— u. a. m.
Fugen sind, unter mehrcrn, gesetztworden, von I. S. Vach (Kunst derFuge, k. 1757. f.) — Kirubcrger (Kla-vlcrsuge aus dem doppelten Coulrapunktin der Oetave 1760. Vlll. d'ug. puur1s Llsvcsin c>u I Orgue 1777.) —Kühnau — Pochelbel — Frobcrgcr —Pisendel — Telemann — Matthcson(die Fingersprache, ein Fugenwerk, 17z;->7Z7. /. 2 Th.) — Händel— C. P- F.Vach — Schale — Marpurg (fugb.ee Lap. pcril Llovis. . . Kerl. 1777.Fugcnsaimnlung (von Graun, Kirnbcr.ger, u. a. m.) 1758.) — Kinigsbergcr(Fingcrstreit, oder Klavicrnbung durchein Präludium und Fugen . . . Augöb.1760. (.) — Fee. Couperin — Claircm-bault —> Dandrieu, u. v, a. m. —
F ü h r e r.
( Musik.)
Ast in der Fuge das Thema, oderder Gesang der Hauptstimme, welchein den andern Stimmen nachgeahmetwird *). Bey Verfertigung der Fu-gen hat man nicht, wie bey andernSingstüken, blos darauf zu sehen,daß der Gesang mit dem Charakter,oder dem Inhalt der Worte genauübereinkomme; man muß über diesesden Führer so einrichten, daß er inden andern Stimmen genau könnenachgeahmt werden, welches, zu-mal in drcy - oder vierstimmigen Fu-gen , bisweilen große Schwierigkeitmacht. Man hat also sowol in An-sehung seiner Lange, als der mclodi.sehen Fortschrcitung verschiedenes zubedenken.
Er muß nicht so lang seyn, daß ernicht im Ganzen leicht faßlich wäre;denn wenn diese Faßlichkeit wegfiele,') S. Fuge.
Fü h
wurde das Wesen der Fuge darunterleiden, weil man die Nachahmungnicht wohl mehr mit dem Haupr-gesang würde vergleichen können.Ist die Melodie desselben schon an sichfthr faßlich, so kann der Führer,doch immer nach Maaßgebung derlangsamen oder geschwinden Vewe-gung, ohne Gefahr vier, fünf odersechs Takte laug sey»; ist sie aberschwerer, so muß er kürzer seyn.
In Ansehung der Melodie ist ohneZweifel das Einfache das Beste; jefließender und natürlicher der Gesangist, je besser schikt er sich zum Fugen-satz. - Am schiklichstcn sind die, derenUmfang nurcineQuarte oder Quinteausmacht, und in die untere Halsteder Octave fallt, in welcher alle we-sentlichen Saytcn der Tonart vor-kommen: weil dadurch sogleich dieTonart festgesetzt wird. Dabei) istauch fürnehmlich daraus zu scheu, daßder Gesang des Führers eine leichteund abzuändernde Harmonie zumGrunde habe, weil dieses die Nach-ahmung ungemein erleichtert. End-lich ist auch zu vermeiden, daß derFührer sich mit einem förmlichenSchluß endige, weil die Fuge keinenganzen Schluß zulaßt, als am Ende.Ware aber das Thema so, daß essich natürlicher Weise mit einer Ca-dcnz endiget, so müßte auf demSchluß eine andre Stimme dergestalteintreten, daß der Gesang ohne Ruhefortgienge»).
Der Gesang des Fuhrers soll ei-gentlich den Umfang einer Octavenicht überschreiten; doch geschieht esbisweilen größrer Bequemlichkeit hal-ber, daß dieser Umfang um einemoder zwey Töne überschritten wird.Die schönsten Salze sind oft von ge-ringem Umfang und überschreitennicht einmal die Quarre. Ohne denGefährten oder den so genannten Be-gleiter sogleich in Gedanken zu haben,
kann
*) S. Gegensatz.