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2 (1792) [E - J]
Entstehung
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277
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Fug

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Daß dieses im aolischen Ton nichtangehe, sieht manausfolgenderVor-

siellung:

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Darin hat also der Fugensetzer Ucber-lcgung nothig, wie er dieses Mi b'n,wenn es in dem Umfange des Führerseine andre Lage, als im Gefährtenhat, in Heyden dergestalt anbringe,daß die Nachahmung nicht viel leide,und auch keine Verletzung derTonartgeschehe.

Hieraus laßt sich begreifen, woherdie Schwierigkeiten in der Fuge ent-stehen. In jeder andern Setzartkann man mit Genie, und einem gu-ten Gehör, ohne Regeln sich noch ei-nigermaßen helfen; aber hier ist eingenaues Studium der Regeln nothig.Am ausführlichsten sind diese Re-geln vorgetragen in Marpurzs Ab-handlung von der Fuge, die 175z inBerlin in zwcy Thcilcn in Quartoherausgekommen ist *).

Ehedem wurden die Fugen blos fürden Kirehengcfang verfertiget. Sieschiken sich für solche feyerlichc Ge-sänge, da ein ganzes Volk, dasdurch den Chor der Sänger vorge-stellt wird, seine Empfindung überwichtige Gegenstände gleichsam biszur Sättigung äußert. Es werdendeßwcgen insgemein kurze und ein-fache, aber sehr nachdrükliche Sprü-che, zum Text der Fugen gewählt,über welche der Gesang, wie einvoller und rauschender, aber all-mahlig anwachsender und sich ver-größernder Strohn;, unaufhaltbarfortstrohmt. Am vorzüglichsten schi-ket sie sich für den Ausdruk sol-cher Leidenschaften, die sich auf ein-mal bcy einer Menge Menschen un-ordentlich äußern , wo zwar alle zu-gleich reden oder schreycn, aber sodurch einander, daß ein Theil das

*) S. Führer; Gefährte; Gegensatz.

Geschrei) anfängt, wenn der andreschon etwas nachläßt. Es ist daherleicht zu erachten, daß großer Fleiß>mnd viel Kunst dazu gehöre, einen" »^solchen Gesang ordentlich und rcgcl-I'smämg fortzuführen.

Man macht aber itzt auch Fugen,die blos von Instrumenten gespieltwerden. Eigentlich fallen allejTon-stüke von mchrern concertirendcnStimmen, sie feycn Duo, Trio oderQuatuor, mehr oder weniger indas Fugenmäßige, weil immer dieStimmen einander nachahmen müs-sen, wenn eine wahre Einheit desGesanges erhalten werden soll- Nursind dann die Nachahmungen nichtdurchaus so streng, als in den ei-gentlichen Fugen. Wer aber solcheStüke verfertigen will, der mußnothwendig sich in dem Fngenfatz gr-übet haben.

Es ist also für jeden, der sich indem Satz zeigen will, höchst noth-wendig, daß er die Geduld habe,sich so lange mit Verfertigung derFugen abzugehen, bis ihm dieserschwere Theil der Kunst etwas ge-läufig worden. Diejenigen, die denFugensatz für veraltete Pcdantcrc»halten, vcrrathcn sich, daß sie vonden; Wesentlichsien der Kunst sehrfehlerhafte und unvollständige Be-griffe haben.

Ausser den;, von H. Sulzer angeführ-ten Werke des H. Märpurg (SIbhandl.von der Fuge, nach den bebten Grunds,und Excmpcln, Verl. 175z. 4. Lrzffch.cbcnd. 1756. 4.) handeln, unter uichrcrndavon noch: ?. L. ttumanu, (Hartong)im aten Th. s. dcmonstrativischen I'kieor.mus. Hamb. 1749. 4. (wo sich, nähm-lich, eine Anweisung zu fugicrcnden Phan-tasien findet.) Cur in; -tcn Bd. s.Qrall. all paen. in dcr iten bis 4tcnüect.der ;tcn Hebung.> Oer eritischc Musi-kus , S. 447 der stcn Aufl. I. P.Kirnbcrgcr, in den Gedanken über dieS Z vcr-