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kammern, oder so genannte Lnrre-sols, über großen Zimmern anzu-bringen. Denn diese Fenster in denUnterbalken zu bringen, wie in demKönigs Schloß in Berlin geschehen,ist ein höchst beleidigender Fehler;weil der Unterhalten, seiner Naturnach, schlechterdings gerade undganz seyn muß *).
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(*) Au den Verzierungen des Friesesfinden sich in de«, dcy dem Art. Ver-zierung angezeigten, hicvon überhaupthandelnden, Werken, Anweisungen. Ein-zeln hat unter andern Eir. Audran einDvre cia lbrilez ü'spröz I» kage.
Eher. Albert (s. HeincckcjOiU. ^r-riitez, B. i. S. 90 u. f.) Steph.della Bella, l'foiskril'ez anriguc» (dlo.29 und zc> in dein, von Jombcrt ver-fertigten (lsraiogue s. W.) kriscg erc.(cbcnd. dl. 7z.) — P. Cvlumbani ^Vsriet/ vk Lspitals, krilez anci Lor-uicbes, f. 12 Dl. — I. lc Pautrekrilex er ornemenz mocicrnez, 2; Dl.u. a. m. dergleichen geliefert. Auch isteine Suite Felsen, bezeichnet mit demNahmen Theod. Balg (vermuthlich, Wey)vorhanden.
Frostig.
(Schöne Künste.)
In dem critifchen Werk, das vonvielen dem Demetrius Phaleraus zu-geschrieben wird, findet man folgen-de Erklärung des Frostigen, die deinTheophrastus zugeschrieben wird,angeführt. Frostig ist dasjenige,rvas die eigentliche Beschaffenheitfeiner Art überschreitet. Diesesscheinet aber mehr auf das Übertrie-bene zu passen, das in der Thatbisweilen frostig ist. Eigentlich istdasjenige Frostig, was durch dieübertriebene oder falsche Veranstal-tung die Art der Kraft ^ die manihm hat geben wollen, ganz verliert;
S. Unterbauen.
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wenn das, was man hat erhebenwollen, durch die Mittel, die mandazu braucht, niedrig und plattwird; wenn das, was schrckhaftseyn sollte, durch die Veranstaltunglacherlich, das Lächerliche abge-schmakt oder vcrdrüßlich wird. Cowieder, der zu viel beweist, eigent-lich gar nichts beweist, so wird auchzu viel falsche, ästhetische Kraft völ-lig unkräftig, oder frostig. Über-haupt scheinet alles, was unzeitiggegen die Absicht vergrößert, oderverschönert wird, auch alles, waseinen falschen Schein hat, aller fal-sche, übertriebene und unzeitige Witz,ins Frostige zu fallen. Der obenangeführte unbekannte Schriftstellersagt ganz artig, das Frostige gleicheeinem Prahler, der sich rühmet, Din-ge zu besitzen, die er nicht hat.
Plutarchus rechnet folgenden über-triebenen Einfall unter das höchsteFrostige. Weil der Tempel der Dia-na zu Ephesus an eben dem Tage ab-gebrannt war, an welchem Alexan-der gebohren worden, hatte hernachein Witzling den Einfall, die Göttinhabe den Tempel nicht löschen kön-nen, weil sie zu viel mit des HeldenGeburt zu thun gehabt habe. Fro-stig ist bei) Shakcspcar der Gedankedes Lüertes, der auf die Nachricht,daß seine Schwester sichersäuft habe,sagt: da sie zu viel Wasser habe,wolle er es durch seine Thräncnnicht vermehren *). Frostig ist die-ses, das Scneka dem Thcscus in denMund legt:
tl novi lilci-culem»l-^cuz Lreonti üebicss poeimz lls-bir.
l.enrumeil, clabic; cisr: boc guo-gue eNlenrum; llcclit ^^).
Das Frostige ist einer der schlimm-sten Fehler in den Werken des Ge-
schmaks,
im Hamlet.
U«reu!si tur. vk. 64?.