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Handzeichnungen, können sehr gut inHolz geschnitten werden.
Die Holzschnitte haben aber vorden Kupferstichen den Vortheil, daßman einige tausend gute Abdrüke da-von nehmen kann, da die Kupfer-stiche nur einige Hundert geben. Eswürde also ohne Zweifel zur Aufnah-me der Kunst gereichen, wenn dasFormschneiden mit dem Eifer zerrie-ben würde, als das Kupferstechcn.Es giebt fürtreffliche Gemahlde, diesich vornehmlich durch das Große derAnlage und der Zeichnung herausneh-men ; diese konnte man durch Holz-schnitte weit besser, als durch Kupfer-stiche allgemein machen. So könn-ten auch die vornehmsten Werke deralten Bildhauer durch HolzschnittebeyNahe eben so gut, als durchKupferstiche, zun, Unterricht derStndirenden ausgebreitet werden.Es ist zun, Nachthcil der zeichnendenKünste geschehen, daß das Form-schneidcn von dem Kupferstechen bey-nahe verdrangt worden. Denn ge-genwartig wird es größtentheils nurin der Buchdrukerey zur Verzierunggebraucht, da es ehedem zur Be-kanntmachung und Ausbreitung derWerke der größten Meister gebrauchtworden.
Das Mechanische der Kunst hatder fürtrcffliche Formschneider Papil-lom in einem besonder!, Werke aus-führlich beschrieben *), wo er auchzugleich eine gute Geschichte dieserKunst gegeben hat. Niemand aberhat dem Ursprung derselben fleißigerund mühsamer nachgeforscht, als derHerr von -Heineke **). Es ergicbtsich aus seinen Untersuchungen, daßdas Formschneidcn vermuthlich bei)
') S. ?rsi,e IiiNoriipie ec prsriyue ü«I» ki'üvms e» doiz psr Hl, pgpilloa,ä i'gi'is 1766,
") S. Nachrichten von Künstlern undKunstsachen, zivcvtcrTheil, darin eineiveitleluftige Abhandlung von der Zorm-schnciderev und den ersten gcdruktenBüchern zu finden ist.
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Gelegenheit der Verfertigung derCharten zum Spielen aufgekommensey. Der Ursprung dieser Chartenist nicht bekannt; unstreitig aber istes, daß sie schon im dreizehntenJahrhundert bekannt gewesen. Zuwelcher Zeit man aber angefangenhabe, das Formschneiden zu einemedlen, Gebrauch anzuwenden, hatniemand ausmachen können. Nurso viel ist gewiß, daß schon vor demJahr 14ZO biblische Geschichten inHolz geschnitten worden.
Erst aber um den Anfang des sech-zehnten Jahrhunderts hatdicseKnnstsich in einem vorthcilhaftcn Lichte gc-zeiget. Man hat von dieser Zeit vonverschiedenen Meistern, besondersaber von AlbrechrAltdorfcr, einemSchweizer, fürtreffliche kleine Holz-schnitte, darin sowol die Zeichnungals der Schnitt sehr schatzbar sind.Auch ist den Liebhabern bekannt,daß um diese Zeit Albrecht Dürerso fürtrcffliche Zeichnungen in Holzgeschnitten, daß verschiedene davonin Italien von dem berühmtenMarc-Antonio und andern nach-gestochen worden. Wer eine aus-führliche Geschichte dieser Kunstverlangt, wird selbige in demangeführten Werke des Papillonsfinden.
Wir müssen hier noch einer beson-dern Art der Holzschnitte erwähnen,die von denJtaliänern clliaro - scuro,von den Franzosen cam->veux, ge-nennt werden. Sie ahmen wähle-rische Zeichnungen nach, wo die Um-risse mit Strichen, die Hauptlichterund Schatten aber durch Duschenangezciget sind. Die Kunst bestehtdarin , daß für eine Zeichnung zwei)oder drey Formen gemacht werden.Die eine enthalt die Umrisse, unddie Stellen der stärksten Schatten;die andre aber enthält die Stellender halben Schatten, und eine drittedie Stellen der höchsten Lichter, wodiese nicht durch das weiße Papier