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2 (1792) [E - J]
Entstehung
Seite
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darauf an, zu welcher Gattung siegehören.

Form.

(Bildende Künste.)

Tiefes Wort bedeutet auch insbe-sondre einen Körper, dessen Zeichnungoder Gestalt andern Körpern durchAbgießen, oder Abdrnkcn mitgetheiltwird, so wie ein Petschaft die Formist, in welcher das Siegel abgcdruktwird. Man macht Formen zum Ab-gießen, in Metall oder in Gyps;Formen zum Abdrnkcn in Wachs,oder andre weiche Körper. Daherheißen die hölzernen Stüke, von de-nen die so genannten Holzschnitte ab-gcdrukt werden, auch Formen, undder Kunstler, der sie verfertiget, wirdFornischneider gencnnt.

Formschneiden.

(Zeichnende Künste.)

Unter der Benennung des Form-schneidens versteht man die Kunst, al-lerhand Zeichnungen in hölzerne For-men zu schneiden, von denen sie mitOclfarben auf Papier abgedrukt wer-den. DieAbdrüke selbst nennet manHolzschnitte. Es geht damit über-haupt also zu. Man tragt auf einStük zähes und feines Hol; mitBley-siift oder einer andern Farbe die Zeich-nung auf; hernach nimmt man mitschiklichen Instrumenten und Werk-zeugen von dcrOberflache des Holzesalles, außer den gezeichneten Stri-chen, bis auf eine gewisse Tiefe weg.Enthalt die Zeichnung eine Vorstel-lung, in welcher Gegenstande vonverschiedenen Entfernungen sind, wiein Landschaften, so bedient mansich des Kunstgriffes, die entferntenGründe auf dem Stok selbst, che mandie Zeichnung darauf tragt, etwaszu vertiefen, damit hernach beyinAbdruken die dazu gehörigen Strichenux sehr schwach heraus kommen,

F o r

Wenn nun auf die so zubereitete Formmit Ballen, die denjenigen gleichen,deren sich die Buchdruker bedienen,die Farbe aufgetragen wird, so blei-bet etwas davon auf der Form kle-ben und zwar nur auf den Strichen,weil alles übrige vertieft ist. Wirdnun ein feuchtes Papier darauf ge-legt und sachte gepreßt, so drükt sichdie Farbe auf das Papier ab; die 'Stellen aller, die auf die vertieftc-stcn Theile der Forme treffen, bleibenweiß; folglich ist nun die ganze Zeich,nung, aber in Ansehung der rechtenund linken Seiten verkehrt, auf demPapier, das nun ein Holzschnitt ge-nennt wird.

Diese geschnittenen Formen sindeinigermaßen das Gegenthcil derKupferplattcn. Denn in diesen wer-den die Striche, die sich abdrukensollen, vertieft, und hier sind sie er-höht. Daher ist es auch nicht mög-lich in den Holzschnitten die Zeichnun-gen weder mit so feinen, noch mit somannigfaltig durch einander laufen-den Strichen zu machen, als inKupferplatten, weil das Holz entwc- sder ausspringcn, oder im Druk sichumlegen würde. Dieses gicbt alsodcnHolzschnittcnüberhaupt ein ganzanderes und matteres Ansehen, alsdie Kupferstiche haben. Diese könnenauch das Matte und das Glanzende,das Glatte und das Rauhe, und über-haupt das Charakteristische, der Ober-flachen der Körper beynahe so gut,als der Pinsel selbst bezeichnen, dahingegen die Holzschnitte alles gleichmatt machen. Ferner können dieKupferstiche das Weiche der Zeichnun-gen und der Gemahlde, da die Umrissemehr angedeutet als ansgedrnkt sind,fast eben so gut, als die Mahlereyerreichen; diesen Vortheil hat derHolzschnitt nicht. Für diesen schikensich vorzüglich die Zeichnungen, wodurch wenig kernhafte Striche nur dieHauptsachen ansgedrnkt sind. Mei-sterhafte , aber wenig ausgeführte

Hand-