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2 (1792) [E - J]
Entstehung
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fand kommen, welche sich in Florenzniedergelassen und daselbst Schülergezogen haben, durch welche derKe-schmak an zeichnenden Künsten sichin Italien festgesetzt hat.

Die alte florentinische Schule fangtsich bcy diesen Griechen, und demCi-mabuc ihrem Schüler an, und en-diget sich bei) Leonhard oa Vinci.Die Wcrkc der Künstler, die vor Leon-hard» gelebt haben, sind nur in Ver-gleichung derer, die in den noch al-tern Zeiten der Barbaren gemachtworden sind, schatzbar; aber er, derletzte und größte Mahler und Zeich-ner dieser Schule, näherte sich derVollkommenheit, und kann zugleichals der erste Künstler der neuen Schu-le angesehen werden. Man kannbey Sandrart und bcy Florent leComte die Nachrichten von dcrältcrnflorentinischen Schule antreffen.

Die neue Schule fangt sich bcy daVinci und Michael Angela an, undbesteht aus einer zahlreichen Folge be-rühmter und zum Thei! großer Künst-ler, besonders Bildhauer. Die Ver-fasser der unlängst herausgekomme-nen mablerischen Reise durch Ita-lien, fasten von dieser Schule über-haupt folgendes gründliches Urtheil:Die altere florentinische Schule hateine Menge Mahler gehabt, die nichtzu verachten sind, wiewol wenige da-von einen großen Grad des Ruhmserhalten haben. Die Kirchen vonFlorenz sind voll ihrer Arbeiten, diealle von einer Hand gemacht schei-nen. Die Farbe ist grau undschwach; die Zeichnung hat etwasGroßes, ist aber mit einer Manierverbunden, in dem Gcschmak desM. Angeld.' Die Figuren habenin ihren Wendungen etwas so ge-drehtes, daß man sie für unmöglichhalten möchte. Große übertriebeneUmrisse, welche von verrenkten undverdrehten Gliedern herzukommenscheinen; ein übertriebener Reiz, dar-in in der Thal etwas Großes, aber

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aus einer erdichteten Natur ist. Gu-te Coloristen findet man da nicht;die Schule hat ihren meisten Rubinvon den Bildhauern bekonmien. Manhat sich darin fast einzig um dieZeichnung bekümmert, und um einegewisse Größe der Formen, die aberleicht in eine Manier ausartet." Vonden florentinischen Künstlern kannman also einen der wichtigsten Theileder Kunst lernen; das Große in denFormen und in der Zusammensetzung,wodurch die Werke der Kunst denwichtigsten Theil der Kraft bekom-men. Junge Künstler, die Gelegen-heit haben, diese Schule zu studiren,thun wol, sich dabey so lang aufzu-halten, bis ihr Auge sich so an dasGroße und Starke gewöhnt hat,daß es dasselbe überall als einenwesentlichen Theil sucht. Erst als«denn, wenn dieses Gefühl unaus-löschlich bey ihnen festgesetzt ist, kön-nen sie auf die höchste Richtigkeit imZeichnen arbeiten. Denn ohne Größekann kein Werk der Kunst in die ersteClasse gesetzt werden.

Laß die Mahlert» nie so ganz in Jta-lien, wie Basar! und BaldinuccI behaup-ten, untergegangen, und Cimabue undGiotto in Florenz die Wiederherstellet der-selben gewesen sind, haben Masse! (Ver.illulk. ll. III. c. 6.) Muratori (Hurig.Ical. Vol. I. Dill. 24.) und Tiraboschi(V. III. S .iZ7.-qo.Z?8U.f. IV. S.4Z4- Rom. Ausg. »on 178Z. 4.) ziemlich an-schaulich erwiesen; so wie es auch aus denOllerva^ivni lopra alcuni krsmmeriri stivoll ancicku sti vcrru des Bannarrottl,Flor. >716. 4. und aus der r-ccolraelpie.gs2ioue stelle Iculrure e pirrure lagre,cllrarre stai Oimiceri sti klema, sta istiov.Lörrach L. l7;6-1746.I. zB. erhellet.Auch finden sich in der raccolca sti Ler»rere lulla pirrura . . . . im 5ten B.S. Z2?. Rom >766.4. in einem Briefe vonCarlo Magri, der, so viel ich weiß, auchin dem igten B. der von Calegera hcr-Q 4 ausgc^